81927 München Prävention durch Elterncoaching
GesprächFreiRaum
Psychologische Praxisgemeinschaft
Therapie, Beratung, Prävention, Gruppentherapie
Christiane Watzel
Diplom Psychologin
Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin
Zoppoterstraße 20
81927 München-Bogenhausen
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Mobil 0171/2828390
Fax 089/36037568
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Heute sind meist beide Eltern berufstätig und müssen Höchstleistungen erbringen, um den Lebensstandard der Familie zu sichern. Gleichzeitig sollen sie ihren Nachwuchs so erziehen und fördern, dass er zu sozialkompetenten und leistungsbereiten Menschen und nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft heran wächst. Elternsein heißt immer mehr, vor allem effektiv, leistungsbezogen und erfolgreich sein zu müssen. Die vertrauensvolle und gute Beziehung zwischen Kindern und Eltern bleibt dabei häufig auf der Strecke.
Der jedem innewohnende Wunsch nach einer solchen Beziehung hat aber meist gerade das Gegenteil zur Folge. Um größere Konflikte zu vermeiden und die Harmonie zu bewahren, sind Eltern häufig nicht konsequent und geben ihren Kinder immer wieder nach, oft mit der Androhung, „dies sei jetzt aber das allerletzte Mal und sie würden es nicht noch einmal sagen“. Dies führt zu einem zunehmenden Autoritätsverlust auf Seiten der Eltern und die Kinder verlieren das Gespür für ihre Grenzen und beginnen, die Eltern nicht mehr ernst zu nehmen. Die Eltern andererseits erleben die Kinder als respektlos und unerziehbar.
Eltern sehen es als ihre Aufgabe, Kindern Werte zu vermitteln, damit sie im Leben später alleine bestehen können und versuchen diese auch machtvoll durchzusetzen. Aus dieser Dynamik entsteht dann häufig ein eskalierender Machtkampf: Die Kinder weigern sich, die elterlichen Werthaltungen zu übernehmen und die Eltern dürfen es sich nicht erlauben, die vermeintlichen Dominanz der Kinder zu tolerieren. Auf beiden Seiten entsteht zunehmend mehr das Gefühl missverstanden zu werden und der Situation hilflos ausgeliefert zu sein. Es kommt zu Auseinandersetzungen und Streitereien, die immer öfter in Geschrei und Sprachlosigkeit enden.
Ist die Beziehung zwischen Eltern und Kindern nicht von Vertrauen und Einsicht auf beiden Seiten geprägt, dann verlieren die Eltern schnell den Überblick über das Leben ihrer Kinder, insbesondere wenn diese in die Pubertät kommen. Die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche bei Problemen in der Familie in eine Mediensucht oder Rollenspielsucht geraten, ist groß. Besonders bei Beziehungsproblemen der Eltern, Trennung, ADS/ADHS, Schulschwierigkeiten und Pubertätsproblemen ziehen sich die Kinder und Jugendlichen häufig aus dem sozialen Leben zurück und schaffen sich mit Hilfe des PCs und ihren Konsolen eine schönere, weil erfolgreichere Parallelwelt. Hier ist Prävention und Beratung extrem wichtig, um eine Sucht erst gar nicht entstehen zu lassen.
Systemisches Elterncoaching
Systemisches Elterncoaching ist eine spezialisierte Form der Erziehungsberatung, in dessen Zentrum der Begriff der „elterlichen Präsenz“ steht. Es ist entwickelt worden, da die „Anwesenheit“ der Eltern in der Lebenswelt des Kindes zunehmend verloren geht und die Aufsichtsfunktionen zurückgehen. Es soll helfen, unterbrochene oder beeinträchtigte Beziehungen zwischen Eltern und Kindern wiederherzustellen. Dabei machen auch die Kinder eine lebenswichtige Erfahrung: Brüche in Beziehungen sind korrigierbar.
Ablauf eines Eltern-Coachings
1. Analyse der Problemlage
2. Gespräche und Interventionen
3. Aufzeigen von Möglichkeiten weiterer sozialer Unterstützung und Aufbau von Netzwerken
Das Vorgehen ist handlungsorientiert, wobei die Interventionen eine Veränderung der elterlichen Haltung anregen sollen. Die Botschaft soll sein: „ Wir sind deine Eltern, und uns liegt an Dir. Weil du uns wichtig bist, können wir nicht zulassen, dass du dir schadest und dich uns und anderen gegenüber schlecht zeigst. Wir werden alles dafür tun, dass sich dein problematisches Verhalten ändert, aber wir werden dich nicht angreifen und dich zwingen. Wir kämpfen um dich, nicht gegen dich.“
Ziel des Coachings ist, dass die Eltern wieder Kontrolle über ihr eigenes Verhalten gewinnen, ihren Protest ausdrücken, aus der Isolation heraustreten und soziale Unterstützung aktivieren können. Gefördert wird eine Form der Autorität, die auf der Kraft positiver Bindung beruht (Präsenz statt Machtkampf). Die Stärkung der elterlichen Präsenz wird von Interventionen aus dem gewaltlosen Widerstand wie Ankündigungen, Deeskalationsmaßnahmen, Aktivierung sozialer Unterstützung und Versöhnungsgesten begleitet.
Die Dauer des Elterncoachings richtet sich nach dem Bedarf der KlientInnen