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 Foren zum Thema Mediensucht / Angehörigen-Forum
        Spiel- und Mediensucht unseres Sohnes, Suche nach Betroffenen Eltern

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Samstag, 2.Jun 2012, 17:09

Piet60 User is offline

Benutzer
Number of postings: 2
Member since: 2012.06.02
Spiel- und Mediensucht Suche nach Betroffenen Eltern im Raum Rheine
Hallo,
meine frau und ich sind neu hier im Forum. Wir haben ein Sohn, 18 und eine Tochter 20 Jahre alt, beide wohnen noch bei uns im Elternhaus. Es geht um unseren Sohn: Während er noch vor etwa 3 Jahren sportlich aktiv im Hockey-Club tätig war und darüber hinaus auch mehrere Freunde hatte, hat er sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr nur noch auf seine Computerspiele konzentriert, zu denen unter anderem auch WoW gehört. Seit 2 Jahren hat er auch keine Freunde in unserer Region mehr, da er sich sozial ausschließlich auf seine Spiel-Gilde ausgerichtet hat. Wie in diesem Forum schon oft genug beschrieben sind viele weitere Probleme eingetreten: Nachlassen der schulischen Leistungen; Abbruch der Fachoberschule; kaum Antrieb zu einer weiteren Ausbildung, oft agressiv wenn es um die Kommunikation mit meiner Frau oder mir geht usw.

Zur Zeit ist er zwar in einer Ausbildungsmaßnahme, fehlt hier jedoch mindestens einmal in der Woche (wie es auch während seiner Schulzeit der Fall war) und es scheint im Moment dass er diese Maßnahme auch nicht erfolgreich zu ende bringt. Bei der Internetnutzung haben wir ihn schon auf ca. 6 Stunden eingeschränkt, jedoch wenn er nicht im Internet ist, scheinen die einzigen Interessen Fernsehen und Essen zu sein, Freunde hier in der €realen Welt€ hat er ja nicht mehr. Einen Zugang zu ihm habe ich so gut wie gar nicht mehr, meine Frau redet zwar noch wesentlich mehr mit Ihm, jedoch ist auch Sie wie ich vollig ratlos bezüglich seiner Zukunft.

Wir würden uns gern mit Eltern austauschen, die ein ähnliches Problem haben, vielleicht auch im Rahmen eines oder regelmäßiger Treffen. Wir wohnen in Rheine und haben bereits die Suchtberatung sowie eine Psychologische Beratung dort aufgesucht, jedoch war unser Sohn nicht bereit dort mitzukommen. Eine Selbsthilfegruppe im Raum Rheine haben wir bisher nicht gefunden. Falls eine solche mit ähnlichem Themenhintergrund existiert, hätten wir großes Interesse an einer Teilnahme, wenn nicht, könnten wir uns auch vorstellen, eine solche zu gründen.

Peter
Rheine

Donnerstag, 14.Jun 2012, 11:30

merle User is offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Number of postings: 811
Member since: 2009.06.12
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Hallo Piet,
es ist erschreckend, wie sehr sich die Biographien der jungen onlineabhängigen Menschen gleichen. Hinter jedem Betroffenen steht eine verzweifelte Familie, die kaum mehr Zugang zu ihrem Kind findet und Stück für Stück selbst in den Sog dieser Abwärtsspirale gerät. Die häufigsten Sätze, die bei uns in der Selbsthilfegruppe fallen, sind diese: "Bevor der Laptop ins Haus kam, war unser Sohn ein so umgänglicher und fröhlicher Junge. Jetzt ist er wie ausgewechselt und manchmal ist er mir richtig fremd. Ich kenne mich nicht mehr aus mit meinem eigenen Kind. Diese Spiele haben unser aller Leben gravierend verändert." und: " Wenn ich gewusst hätte, wohin dies alles führt, hätte ich viel früher eingegriffen und die Mediennutzungszeiten drastisch reduziert."
Der regelmässige Besuch einer Selbsthilfegruppe ist ein ganz wichtiger Schritt, der Euch zuerst einmal endlich das Gefühl geben wird, mit Eurem Problem nicht allein zu sein. Der Austausch mit anderen ebenso betroffenen Familien macht stark, gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen. Ihr könnt Euch in unserem Netzwerk in die Rubrik "Gründungsgesuche für Selbsthilfegruppen" (http://www.aktiv-gegen-mediensucht.de/foren/17/suche-und-neugruendung-einer-selbsthilfegruppe-shg/) eintragen. Parallel dazu könntet Ihr Euer Anliegen bei Suchtberatungsstellen und „rzten vor Ort auslegen, damit möglichst viele Menschen davon erfahren. Meist wird über das Problem Onlinesucht nicht gerne offen gesprochen. Zu groß ist die Angst, bei der Erziehung versagt zu haben und "schuld" an der schwierigen Situation daheim zu sein. Ihr werdet Euch wundern, wie viele Familien sich plötzlich dazu bekennen, ebenfalls betroffen zu sein, wenn Ihr erst einmal den ersten Schritt gewagt habt und Euch "geoutet" habt. Der Bedarf nach Hilfe und Unterstützung ist immensgroß. Eine gemeinsame Gruppe kann hier so viel auffangen und weiter helfen. Wir raten immer dazu!
Bitte tragt Eure Gruppe, wenn sie zustande gekommen ist, unbedingt in unser Netzwerk in der Rubrik "bereits bestehende Selbsthilfegruppen" ein, damit Ihr für euren Postleitzahlenbereich gefunden werden könnt.
Wir drücken Euch fest die Daumen, dass sich bald jemand meldet. Ihr könnt uns jederzeit kontaktieren, wenn Ihr Hilfe und Rat braucht.
Herzliche Grüße
Merle


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