eine neue hier
Hallo ,mein Name ist Melli und ich bin seit ein paar Jahren Mediensüchtig,
ich war von März bis Mai in einer stationären Therapie,kam nach Hause war hoch motiviert mein Leben zu ändern,tja teilweise habe ich das auch hinbekommen allerdings merke ich das ich so langsam wieder in alte Verhaltensweisen abrutsche.Mir fehlt die Struktur in meinem Alltag,ich finde keine gescheite Selbsthilfegruppe ,bin wieder sehr antriebslos..Ich habe einfach Angst das es wieder von vorne los geht

ich befinde mich auch in ambulanter Therapie habe aber imho den Eindruck das mich das nicht weiter bringt am liebsten würde ich mich wieder in Therapie unter die *Käseglocke* begeben ,dort bekommt man seinen Wochenplan und andere sagen mir was ich zu tun und zu lassen habe.ich weiss selbst das es so nicht geht aber ich kann dem Druck gerade sehr schlecht stand halten.
LG
Melli
Hallo Busi,
offenbar Mopedfahrer
Ich kann deinen Stress nachvollziehen. Auch ich suche nach Struktur. Das ist superschwer für "uns" süchtige. Ich kann meinen Kopf auch nur schwer von diesen ständigen "zugedröhne" freikriegen. Mein Therapeut sagt ich muss jetzt in die "machen" Phase kommen. Naja, das ist hart, selber den Tagesablauf gestallten ohne gleich wieder Computer Fernsehen oder sonst was zu nutzen. Hast du Freunde mit denen du darüber sprechen kannst?
lG
Brot
Schaffst das schon!
Ich war Computersüchtig, aber nur kurz.Du brauchst einfach Sachen die du machen kannst, wie Schule. Melde dich in z.B. einem Verein an, wo du halt mal Nachmittags hingehst, und dich das "zwangsweise" vom PC weghält. Das echte Leben ist viel schöner. Gehe doch mal mit dem Hund spazieren, oder mache einfach mal mehr draußen.
strukturier Dich selbst
Hallo Melli,
das kann ich gut nachvollziehen, dass es gar nicht so einfach ist, das in der Klinik Gelernte im Alltag daheim dann auch umzusetzen. Schließlich wartet dort der alte "Trampelpfad" mit den lange eingravierten Mustern auf Dich und lockt ständig, Dich wieder in das frühere Fahrwasser zu begeben.
Du sehnst Dich nach jemandem, der Dir - wie in der Klinik - vorgibt, was zu tun ist? Vielleicht kannst ja Du selbst diejenige sein. Mache Dir für jeden Tag einen eigenen Tagesplan, mit Pflichten und den "Müssern", die anstehen, und auch mit Freizeitgestaltung und allen "Dürfern" (offline natürlich), die Dir Freude machen könnten. So kannst Du Stück für Stück ganz klein anfangen, aus eigener Kraft jeden neuen Tag im Voraus - am Besten am Abend - durch zu planen und durch zu strukturieren. Baue Dir bewusst auch Bausteine ein, die Dich mit anderen Menschen zusammen bringen, damit Dein Bekanntenkreis ganz allmählich wächst und die "kahlen Stellen des Tages", die Dir anfänglich noch zu schaffen machen, allmählich ausfüllen. Besonders geeignet sind dafür Vereine, Sport, Musik, Theater, Tanzen etc. Höre Dich um und trau Dich, Dir etwas Sinnvolles raus zu picken. Das Ganze wird sich dann ganz von alleine verselbständigen und immer leichter werden, wenn der mühsame Anfang erst mal geschafft ist.
Schau Dir unsere Offline-Alternativen mal genau an. Da sind einige tolle Anregungen zu finden, wie man seine Zeit sinnvoll gestalten kann.
Ich drücke Dir die Daumen, dass die erste schwierige Phase bald überstanden ist.
Alles Liebe
Merle
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