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        Aggressivität ohne Internet

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Samstag, 1.Jun 2013, 11:22

Elfe Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 2
Mitglied seit: 31.05.2013
wohin wenden ?
Hallo
Seit 10 Jahren erziehe ich meinen Sohn alleine, er ist jetzt 14,5 Jahre und schon ein gutes Stück größer als ich. Momentan geht er auf´s Gymnasium, er wird mit großer Wahrscheinlichkeit das Klassenziehl nicht erreichen. Als Kind, ja sogar als Kleinkind war er schon jähzornig, weswegen ich ihn auf Grund für mich beängstigender Umstände in eine Therapie zum Psychologen gebracht habe. Leider blieb der erwünschte Erfolg aus, der Therapeut erklärte mir, dass mein Sohn die Trennung seiner Eltern noch immer nicht verwunden habe, aber das hätte er ihm nun klar gemacht. Wegen der Aggressionen meines Sohnes müsste ich mir keinen Kopf machen, die würden mit zunehmenden Alter besser werden.
Nun zu seiner Onlinespielesucht. Weche Art von Spielen er spiel kann ich nicht sagen, auf alle Fälle ist WOW dabei und viele andere. Sein gesamtes Geld geht dafür drauf, sogar mir hat er schon eine beachtliche Menge an Geld gestohlen um sich Spiele zu kaufen. Er entwickel krimminelle Energie um seine Sucht zu befiedigen. Es geht soweit, dass er in mein Arbeitszimmer einbricht um an den Router zu gelangen. Hier habe ich vor einiger Zeit eine Fritzbox gekauft, die ich für alle Nutzer mit einem Zeitkontigent sperren kann. Das geht so: Er hat am Tag einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung in diesem Zeitraum wiederum hat er eine bestimmte Anzahl von Stunden die er zum Spielen verwenden kann. Dies funktioniert in der Schulzeit eigentlich ganz gut ( er ist in der Ganztagesklasse und kommt erst um 16.45 Uhr nach Hause).
Jedoch an den Wochenenden und in den Ferien geht das Drama dann los. Die vorgegebenen Zeiten, die ich ihm in dieser Zeit erhöhe, reichen ihm nie aus. Er hat keinen blassen Dunst was er mit sich anstellen soll. Seine "Freunde", so sagt er, haben keinen "Bock" mit ins Schwimmbad zu gehen oder andere Freizeitaktivitäten zu veranstalten. Ich versuche mit ihm ein angemessenes Freizeitangebot zu gestallten. Hier kommt es aber immer öffter vor, wenn ich ihn zwinge mit zu gehen, dass er uns den ganzen Ausflug vermießt.
Wenn er sich nach seinen Angaben versehentlich ins Netz eingewählt hat, will er die Zeit von mir wieder freigeschalten haben, da er sie ja nicht genutzt hat. Anfangs hab ich ihm das auch noch abgekauft, aber in letzter Zeit kam mir das dann spanisch vor und ich blieb hart. Das Ende waren blaue Flecken an meinen Armen oder er hat mich aus der Wohnung ausgesperrt. Auch hat er schon in so einem Anfall versucht meine Computer (priv + dienstl) zu zerstören damit ich auch nicht ans Netz kann.
Mein Sohn ist ein sehr feinfühliger Mensch. Er spürt meistens sehr wohl wenn es mir oder Anderen nicht gut geht und Hilft dann auch, aber wenn es ums Spielen geht kennt er keine Gnade.
Zu einem Therapeuten will er nicht," ich hab doch keinen an der Klatsche" sagt er zu mir. Seiner Meinung nach ist er wie alle nicht süchtig.
Sein Vater wohnt gute 300 Km weg und lässt ihn so lange Spielen wie er lernt. Das würde heisen, mein Sohn lernt bei seinem Vater gute 6-8Std.oder länger denn so lange darf er, wenn er bei ihm zu Besuch ist, auch täglich spielen. Auf Grund dessen will er auch zu seinem Vater ziehen. Was die Aufgabe für mich noch schwieriger gestalltet ihm Grenzen zu setzen. Wir sind wegen des Sorgerechts schon seit neun Monaten vor Gericht.
Ich suche nach Lösungen um ihn hier raus zu holen und langfristig einen neuen Sinn fürs Leben zu geben. Vor gut zwei Jahren sagte mein Sohn zu mir ich spiele weil ich dann an nichts anderes Denken muss.
Ich freue mich über alle Ratschläge und jegliche Hilfe
Elfe
Sonntag, 2.Jun 2013, 20:23

AndreasPa Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 136
Mitglied seit: 06.04.2012
Aggressivität durch Internet
Hallo Elfe!

Ich finde es gut das du dich hier meldest um dir Hilfe zu hohlen, dass ist schon mal ein wichtiger schritt. Mich würde es mal Intressieren seit wann dein Sohn einen PC hat bzw. wann er auch mit Spielekonsolen angefangen hat sich zu beschäftigen und zuspielen. Da du schreibst das er sehr Agressiv ist, dass muß nicht immer mit der Trennung zutun haben so mal er als Kind ja auch schon so war. Denn die ganzen Spiele vor allem WOW haben da einen großen einfluss auf die psyche, denn wenn man schon vorbelastet ist, können diese Baller- Spiele die sache noch verstärken. Ich bin zwar kein Psychologe sondern nur Suchtkrankenhelfer aber aus meiner eigenen Suchtgeschichte weiss ich das es geht. Vor allem wird die hemmschwelle für Agressivität abgebaut, denn man über nimmt das virtuelle verhalten was man im Spiel angenommen hat automatisch in die reale Welt ohne das man das war nimmt. Wenn dann noch der Entzug da zu kommt, in dem man halt kein zugang hat zum Internet schlägt auch die agression auf die Elternteile über, dass hast du ja schon erlebt. Da er noch nicht volljährig ist musst du ihm klar machen das du das sagen hast, und er sich an deine Spielregeln zuhalten hat. Ansonnsten auch ruhig mit harten Konseqenzen drohen, wie Jugendamt oder wenn er klaut mit Anzeige er muß merken wo seine grenzen sind. Ich weis auch das, dass für eine Mutter nicht leicht ist solche Schritte zutun, mir würde es genau so gehen. aber so lange er merkt das er mit dir machen kann was er will wird er dich ausnutzen. Aber man sollte aber auch auswege Aufzeigen, wie er seine Agressionen los wird und da wäre der Kampfsport eine möglichkeit sich auszutoben aber auch gleichzeitig zulernen mit gefühlen umzugehen und die Agressivität zu kontrollieren. Das in Verbindung mit einen Psychologen wäre eine möglichkeit. Sag deinen Sohn mal nur wenn man zum Psychoögen geht hat man noch lange keinen an der klatsche, trotz allem scheint mir dein Sohn intelligend zu sein und das sollte er auch wissen. Trotz seiner Sucht ist er ein Mensch wie jeder andere dem man seine Würde nicht berauben darf. Ich weis jetzt nicht wie es bei euch mit selbsthilfegruppen aussieht jeden falls ein besuch würde auch nicht schaden. Vor allem wenn er sieht das auch andere das Problem haben, aber er muß erst mal füe sich selber eingestehen das er was ändern muß. Ansonnsten mach du cen ersten Schritt und gehst dort hin und erzählst was so passiert, das er sieht das du dir sorgen machst. Das dein Ex nicht mit zieht ist schade darum sollte er lieber bei dir bleiben.

Grüsse Andreas


Hallo, mein Name ist AndreasPalla komme aus Altena/ NRW. Ich bin trockener Alkoholiker, Suchtkrankenhelfer und Initiator der Selbsthilfegruppe für Online- und Medienabhängigkeit - SOM
Montag, 3.Jun 2013, 08:05

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Oder einfach wenn der Sohnemann Ferien hat; ihn mal einfach ganz banal an einen Ort schicken zb. Jugendzeltlager oder Bauernhof Urlaun oder zusammen mit ihm von mir aus auch inland irgenwo Kurzurlaub machen wo er keiner dieser Dinge wie Smartphone; Computer mit Internet und all dem hat und im von neu auf die gewissen Dinge beibringen wieder aufwärmen wofür es sich lohnt zu leben und warum er genau als Mensch seinen Weg gehen/ beschreiten muss so wie er ist aber es sich trotzdem lohnt.
Verbieten würde ich ihm die Computernutzung nicht aber bei den klaren Zeiten bleiben.
Liebe Elfe; du hast ja auch geschrieben dass dein noch jugendlicher Sohnemann gegen dich gewaltätig geworden ist; wenn ich das schon als langsam anfang dreissig lese; krümmt sich mir der Magen.
Und was das leidige Thema " World of Warcraft" anbelangt oder wie ich es manchmal bezeichne als "World of Sh**craft; World of Degenerating-Craft; weil ganz ehrlich. Manchmal hatte ich damals das Gefühl egal mit wievielen Leuten man zusammenspielt egal aus welchem Umfeld/ Schichten/ Sozialstand ect ec...... die Leute degenerieren; schreiten zurück verglieren die Gabe sich auf verschiedenen Weisen auszudrücken.
Meiner einer ist ja bekanntlich ein Mensch mit vielen Interessen; ja auch Videospiele gehören dazu... das für mich unfassbarste Erlebniss zur WOW Zeit... ich wollte einfach ein Gespräch mit einem Gldenkollegen anfangen weil mich damals ein gewisses Spiel so faszinierte ect.. er so zu mir ...das ist sch***; das Spiel ist langweilig; ihn interessiert nur WOW... toll egal mit welchem Thema ich dann ankam; die gleiche Reaktion bei anderen Gildenkollegem egal was... vor allem wenn man bedenkt dass die meisten weit älter waren als ich..
Nein nicht jeder WoW Spieler soll verteufelt werden; nur das schlimmste ist und war... überall war es am Ende so... und sogar ich habe diese unschöne Wirkung erlebt...auch wenn ein bisschen abgeschwächt... ich habe damals das Lesen verlernt... dumm gelaufen war aber so... und wie ich das dann wieder ausmerzte.. ganz einfach in sich gehen und Meditation ( vieler Male eingeschlafen im Knien) Aber ganz ehrlich ich denke dass man durchaus von so einer Sache lassen kann indem man selber streng zu sich ist und den Körper so lang mit etwas hartem/ forderndem beschäftigt; bis man zu müde ist um dem Drang nachzugeben....ausser es ist der Schlaf.
Was du och machen kannst; zeig deinem Sohn ein paar Berichte über ehemalige "Wow" Spieler die aufgrund ihres explizitem Konsums fast alles aufs Spiel gesetzt haben/ hatten.
Oder frag ihn mal wo er sich in ein oder zwei Jahren sieht; falls er die Klasse nicht schafft.
Eine andere Möglichkeit wird sein wenn ihm auch ernüchternd dann bewusst wird dass er bald erwachsen ist und nichtss vorzuweisen sprich in der Hand hat..
Zum Beispiel Klassenzeugnis taugt nicht aber er hat "einen Taurenkrieger mit Stufe 100 und der kann des und des und ist voll auf t irgendwas ausgerüstet"
Aber damit kann man gewiss kein Geld verdienen noch die Stromrechnungen zahlen der sich damit längere Zeit auseinadersetzen.´
Eine andere Möglichkeit wär auch ihn zu fragen ob du mal als stille Mithörerin dabei sein darft falls er wieder "Wow" spielt. Ganz einfach und danach mit ihm über das Geschehen sprichst...ja ich weiss in sochen Gesprächen geht es bei den Spielern mitunter Rabiat freundlich, rabiat oder sonst noch was zu.. ich habe alle Seiten erlebt..
Trotzdem ich wünsche dir viel Kraft und gute Winde für deinen Weg gemeinsam mit deinem Sohnemann.



“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
--

Montag, 3.Jun 2013, 08:49

Elfe Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 2
Mitglied seit: 31.05.2013
Hallo Andreas
vielen Dank für Deine Antwort.
Mein Sohn hat seit der Grundschule einen PC den er von seinem Vater, der Ingeneur ist und das sooo normal findet wie zur Toilette gehen. Schon als Kindergartenkind, als ich meinen Sohn nach dem Papawochenende dort abholt, sagte er am PC sitzend und spielend zu mir "Mama noch nicht ich muss erst noch sterben" Ich kann hier gar nicht beschreiben wie mir die Kinnlade herunter gefallen ist. Auf meinen großen Protest hin meinete mein Ehemann es schule doch die Feinmotorik unseres Kindes :((
Beim Jugendamt war ich auch schon, dort wurde mir geraten bei erneuten Handgreiflichkeiten die Polizei zu holen. Gesagt getan. Hier ging der Schuß fast nach hinten los. Da ich mich bei dem Angriff meines Sohnes gewehrt hatte, fragte die Polizei mich, jedoch genauso meinen Sohn, ob wir eine Anzeige gegenden Anderen machen möchten. Was meinen Sohn ja nur zeigte, dass er nicht im "Unrecht" ist oder was auch immer. Er hat zwar seit dem nicht mehr geschlagen, aber er hält mich fest oder schubst mich dann sehr stark zur Seit wenn er etwas erreichen möchte.
Es ist schon eine lang Zeit her, da ich versucht habe für meinen Sohn eine Kampfsportschule zu finden, da ich der selben Meinung bin wie Du, aber leider bin ich auf keinen grünen Zweig gestoßen. Die Trainer hier in unserer Stadt mögen wohl gute Kämpfer sein, aber einem eh schon aggressivem Kind klar zu machen das der Sport hier in der Halle und beim Training bleibt, dafür scheint mir keiner geeignet. Den Kampfsport, so wie ich ihn mir vorstelle mit in sich gehen und Meditation, auf das Andere Rücksicht nehmen und was sonst noch dazugehört habe ich leider hier noch nicht gefunden.
Mein Sohn ist seit ca einem Jahr bei einer Jugendklettergruppe des DAV. Dort habe ich ihn angemeldet mit der Begründung keine Sport keine Internet. Wenn ich ihn nach dem Training, welches ein Mal pro Woche stattfindet, abhole, ist er immer gut drauf. Dort hat er was geleistet, er hat die Wand bezwungen wurde dabei von einem Kollegen gesichert und muss auch wiederum einen anderen Jugendlichen sichern wenn dieser in die Wand geht. Leider sagte mir der Jugendgruppenleiter, das sich mein Sohn noch immer nicht in die Gruppe voll integriert hätte. Auf meine Frage an meinen Sohn was er denn so mit den anderen Kids rede, sagte er "nichts was soll ich denn mit ihnen reden". Aber ich gebe nicht auf, und werde ihn immer wieder hinschicken und auch versuchen ihn zu den Freizeiten mitzuschicken.
Mehr ein ander Mal ich muss jetzt los. Es gibt noch so viel zu erzählen.
herzlichen Dank
Elfe
Dienstag, 4.Jun 2013, 21:21

AndreasPa Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 136
Mitglied seit: 06.04.2012
Aggressivität durch Internet
Hallo Elfe!

Das ist doch schon mal Super das er in Jugendklettergruppe geht, wenn auch nicht so freiwilig. Aber da lernt er Verantwortung für andere mit zu über nehmen was ihn auch Selbstbewusster macht und er das Gefühl bekommt er kann was nicht nur in der virtuellen Welt. Ich weis zwar nicht ob der Jugendleiter über seine Sucht bescheid weis, ich würde ihn darüber Aufkären eventuell kann ja er von seiner Seite auch was bewirken wenn er die Umstände kennt. Wenn dein Sohn nicht weis was er mit den anderen reden soll, da liegt es auch daran das bei den PC- Spielen eine ganz andere Komunikation statt findet als wenn einer ein gegenüber steht. Weil man den andren ganz anders war nimmt, man kan seine Gefühle, seine Regungen und je nach dem auch sein Geruch war nehmen. Es findet eine ganz andere Art von kominikation statt die man erst auch wieder lernen muß. Durch alles wird man auch angreifbarer und verletzbar, was man im Internet einfach weg drücken kann. Ich würde auf dieser Jugendklettergruppe aufbauen, weil er da durch sich ja schon anders verhält, währe das eine Chance für euch. Aber es wird ein langer Prossez, auch mit rückschlägen aber man sollte nicht aufgeben. Dafür wünsche ich euch viel Kraft, der Weg ist noch weit. So das reicht für Heute!

Grüsse Andreas



Hallo, mein Name ist AndreasPalla komme aus Altena/ NRW. Ich bin trockener Alkoholiker, Suchtkrankenhelfer und Initiator der Selbsthilfegruppe für Online- und Medienabhängigkeit - SOM
Mittwoch, 5.Jun 2013, 15:29

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 800
Mitglied seit: 12.06.2009
PN
Hallo Elfe,
ich habe dir eben eine private Nachricht geschickt.
Liebe Grüße
Merle
Sonntag, 15.Jun 2014, 10:12

Rellöm Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 105
Mitglied seit: 04.03.2014
Hallo Elfe,

da hilft leider nur: stark bleiben und nicht klein beigeben. Wenn möglich, dann würde ich den Rechner deines Sohnes wo wegsperren oder ihm eine lahme Krücke von Notebook als Rechner geben, mit dem er zwar seine Aufgaben für die Schule machen kann, das aber ansonsten so ruckelt, dass grafisch aufwendige Spiele einfach keinen Spaß machen.

Dazu kommt ja die schwere Phase der Pubertät, die aber auch gleichzeitig eine Chance sein kann, wenn er denn auf einmal das weibliche Geschlecht für sich entdecken sollte. Eine wirkliche Freundin, mit der er küssen und mehr kann, sollte doch um einiges interessanter sein als die Kiste unter dem Tisch.

Übrigens: wer bezahlt ihm den WoW-Zugang? Hast du die Zugangsdaten seines Accounts? Er ist unter 18, das bedeutet, Blizzard erlaubt einem Kind/Jugendlichen das Spielen nur mit Erlaubnis der Eltern.

Und die Eltern können im Zugang dann ein Funktion namens "elterliche Freigabe" nutzen, das bedeutet, du kannst für diesen Zugang genau festlegen, wieviel er pro Tag spielen darf und wann, und wenn das vorüber ist, dann gibt's vom Server eine Zwangstrennung und er kommt mit diesem Zugang dann nicht mehr rein. Sollte er natürlich mehrere Zugänge haben und du kennst nicht alle davon, dann ist diese Übung ziemlich sinnlos.
Dienstag, 15.Jul 2014, 11:08

Exit 2.0 Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 28
Mitglied seit: 25.10.2013
Hallo Elfe,

neben all den guten Ratschlägen der anderen "User" hier, möchte ich mal für dich als alleinerziehnde Mutter eine Bresche schlagen:
Dein Kampf ist wie der von David gegen Goliath, denn du kämpfst gleich gegen 4 Gegner. Deinen Sohn, das Internet, den Vater bzw. dessen Regelwerk, das komplett im Kontrast zu deinen Vorstellungen steht wenn es um Pc geht oder vielleicht gar nicht existiert, und vielleicht auch gegen deine Angst, deinen Sohn zu verlieren.
Wichtig wäre auch zu wissen, wann er wen besucht, bei wem er die meiste Zeit verbringt, welche Regeln es beim Vater gibt.
Ich möchte dir keine Angst machen, aber wenn es auf Konfrontation hinausläuft, wird dein Sohn zu härteren Mitteln greifen. Vielleicht wird er körperlich,
vielleicht - und meist trift dies Mütter noch viel härter - greift er auch zu Druckmitteln wie "Bei dir ist alles scheiße, ich zieh zu Papa!" oder ähnlichem.
Wobei du dich da tatsächlich fragen solltest, ob du ihn nicht einfach gehen lässt (auch wenn sich das in deinen Ohren vielleicht schrecklich anhört).

Dieses Thema ist für getrennt erziehende Mütter ist ein Riesendilemma, auf das es keine einfache Antwort und schon gar keine Lösung gibt.
Schritt 1 ist meiner Meinung nach das Gespräch mit dem Vater des Sohnes. Auch wenn es keine Paarebene bei euch mehr gibt nach Trennung/Scheidung,
so seid ihr immernoch beide Eltern, die sich in dieser Rolle gegenseitig unterstützen sollten, statt sich gegenseitig das Leben schwer zu machen und sich in den Rücken zu fallen. Es ist schließlich zum Wohle Eures Sohnes. Ausreden wie "das ist doch alles normal in der Pubertät" zählen nicht. Es ist NICHT normal, sonst gäbe es gar keine Abiturienten oder allgemein Schulabsolventen mehr, um es mal ganz krass zu übertreiben.

Lass dich nicht unterkriegen und halte uns bitte auf dem Laufenden, schreib alles auf und von der Seele runter, manchmal hilft das, die Durststrecke zu überstehen. Wir drücken dir alle die Daumen, dass es klappt!

Liebe Grüße


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