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        Da ist der gesellschaftlcihe Druck doch zu stark

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Donnerstag, 8.Aug 2013, 14:54

iamsearching Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 24
Mitglied seit: 29.04.2013
Ach, bin ich ärgerlich.

In einem anderen Beitrag erzählte ich von meinen Hobbies und davon, dass ich freies Spielen dem PC Spielen vorziehen würde, aber ich halte dem Druck doch nicht stand. Ich glaube, dass dadurch, dass ich etwas mache, was absolut nicht als normal gilt, meine Normalität verloren geht, selbst wenn ich es nicht erzähle.
Es gibt eben Dinge, die sind mit (mittlerweile) 17 Jahren nicht mehr angemessen.
Nun die Frage, gut wie ein kleines Kind im Wald oder mit Spielzeug zu spielen geht nicht mehr, aber was DANN ?

Und das einzig nicht gleichwertige, aber noch annähernd gute Hobbie ist für mich das PC spielen.
Nun will ich es aber nicht überstürzen. Ich wohne in einer Einrichtung für psychisch kranke Jugendliche, mein Betreuer (den ich sehr schätze) riet mir, es mal zu versuchen und dass er es gut fände, wenn ich vielleicht nicht total von der Norm abweichen würde. Er meinte, ich solle einfach gucken, womit ich mich wohl fühle.
Mit diesem tollen Hobbie des freien Spiels fühle ich mich aber leider auch nicht gut.
Jetzt die Frage:
Ich glaube, man kann oft nie genug haben vom spielen und ist nie zufrieden. Obwohl ich Leute kenne, die leidenschaftlich gerne zocken, aber das im Griff haben.
Warum die? Warum die anderen nicht? Warum können manche damit gut umgehen und andere sitzen 15 Stunden vor der Kiste?
Was kann ich tun,

-um vom Spielen zu profitieren und Spaß zu haben und trotzdem ohne ein schlechtes Gefühl aufzuhören (also ich will nicht permanent denken "ICH WILL SPIELEN!"
- um nicht frustriert zu sein, sollte ich verlieren

Außerdem würde mich interressieren, was ich denn alternativ machen könnte (nicht stattdessen, aber ich möchte nicht nur pc spielen) ?
Ich gucke auch bei Mitschülern, was die so machen, um vielleicht was zu finden.

Bis denne,
Daniel
Freitag, 9.Aug 2013, 08:33

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 768
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Daniel,

du scheinst massiv auf der Suche zu sein mit dir selbst. Diese Phasen sind in der Tat nicht leicht auszuhalten und erfordern eine Menge Geduld. Ich an deiner Stelle würde einfach ein paar Dinge ausprobieren, um heraus zu finden, was zu dir passt und was dir gut tut. Hast du mal darüber nachgedacht, welche Sportart dich reizen könnte? Bewegung ist einfach das A und O für eine ausgeglichene Seele, und einem Verein anzugehören, schafft neue Kontakte. Vielleicht findest du ja etwas, was deiner Liebe zur Natur gerecht wird: Kajak fahren, Kanu, Tauchen etc. Es wäre gut, wenn du durch dein Hobby viel draußen sein könntest. So wie du dich in deinen letzten Beiträgen geschildert hattest, brauchst du das.

Ich sehe es als eine potentielle Gefahr an, wenn du dich auf das PC-Spielen konzentrierst, um "wenigstens ein bisschen normal zu sein". Du hast, so denke ich, die Neigung, das, was du tust, ausgiebig zu tun, was in puncto Mediennutzung nicht sinnvoll wäre. Zu groß wäre die Gefahr, dass du zu denjenigen gehörst, die die Kontrolle über ihre Zeiten verlieren. Warum soll es eigentlich nicht auch junge Menschen geben, die mit dem Zocken nichts anzufangen wissen? Was ist "normal" daran, seine Zeit zu verdaddeln? Bist du ein Außenseiter, wenn dich das nicht reizt? Ich finde, es ist alles eine Frage der Einstellung. Wenn du dazu stehen kannst, dass du dich lieber aktiv draußen beschäftigst und mit dem stundenlangen Sitzen vor dem PC nichts anzufangen weißt, ist das eine klare Ansage, die in keiner Weise beinhaltet, dass du abnorm bist.

Könntest du dir vorstellen, dich in irgendeiner Weise sozial zu engagieren? Es gibt so viele Gruppen, die dringend Helfer und Mitstreiter suchen. Für eine gute Sache zu kämpfen - sei es für eine gesunde Umwelt oder für Alte und Kranke, Schwache oder Arme - ist wunderbar und du hättest dadurch ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit. Du kannst ja mal in deiner Umgebung nachforschen, was es da so gäbe.

Ich wünsche dir, dass du gut auf dich aufpasst und das findest, was für dich richtig und gut ist. Sei kritisch und hinterfrage Entscheidungen lieber mehrmals ganz ehrlich in dir drin.

Herzlichst, Merle
Freitag, 9.Aug 2013, 18:21

iamsearching Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 24
Mitglied seit: 29.04.2013
Na ja, das PC spielen hab ich trotzdem gerade mal ausprobiert und werde das auch weitertun. Und ich muss sagen, dass ich keine Lust habe, Sport zu machen, empfohlen wird er mir aber ständig und ich werde auch welchen machen. Ich fahre ab und zu mal Fahrrad (2 mal die Woche eine halbe Stunde), da kann ich wenigstens allein sein, aber ich würde lieber meine Ausgeglichenheit so erreichen wie früher: heulen, mit Kuscheltieren kuscheln, mir irgendwas ausdenken und dann spielen, mit meinen Eltern kuscheln (was diese gewiss nicht mehr wollen), aber nein jetzt kann ich vor lauter Werten und Normen nicht mehr richtig gucken. Und die meisten Leute, die einen auf werte und normen hinweisen, die man nicht erfüllt, tun das nur, um einen fertigzumachen. (Ich hasse solche Gespräche wie: "Guck dir mal dieses Fettpaket mit den blondierten Haaren an" oder "Sein Garten sieht aber scheußlich aus-DAS GEHT JA GAAR NICHT!" Und ich will mich dem so ungern stellen, weil dieser Teil des Lebens unnötig ist, man kann das Fertigmachen einfach sein lassen. Aber selbst manch ein Betreuer sagte zu mir: "Lästern gehört halt irgendwie zum Leben."
Und Computer spielen macht nun mal viel Spaß und ich denke, wenn man viel Spaß an etwas hatte, war es auch nicht umsonst. Ein Musikinstrument schwebt mir vor, das zu lernen wird nervigst, aber danach, wenn man ein Lied spielen kann... Ach man, jede Aktivität auf diesem Planeten ist anstrengend !
Samstag, 10.Aug 2013, 19:32

AndreasPa Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 125
Mitglied seit: 06.04.2012
Da ist der gesellschaftliche Druck doch zu stark
Hallo iamsearching!

Teil weise muss ich Dir recht geben, wenn man in unserer Gesellschaft nicht in gewisse Normen passt wird man schnell abgestempelt in der Regel ins negative.
Nur das jeder Mensch einzigartig ist auf der Welt mit all seinen schwächen, stärken und was sonst noch da bei gehört, dass ist doch das schöne. Dann heißt es aber wie Du schon sagst die ist zu dick oder man was hat die denn für Haare, alles quatsch soll man sich nicht daran stören. Darum sei Du so wie du bist, auch wenn Du da mit im Leben an ecken tust was das Leben zwar auch nicht leichter macht aber man braucht sich nicht zu verstellen nur um andere zugefallen. Wenn Du kein Sport machen willst, dann mach halt keinen, mach nur das wo zu Du Lust hast alles andere bringt nichts. Aber etwas tuen solltest Du aber, ob da das Internet das zocken zum Beispiel das richtige ist glaube ich nicht. Weil dir ja eh alles zu anstrengend ist von deinen letzten Satz her, wirst Du schnell in der virtuellen Welt verloren gehen. Denn da braucht man sich nicht anstrengen um sich seine eigene schönere Welt auf zubauen. Die hat dann mit der Realität dann nichts mehr zu tun. Da habe ich große Zweifel das Du da bei auf der strecke bleibst und das wäre schade. Denn wenn es auch welche Schaffen kontrolliert zu Zocken, musst Du nicht unbedingt da bei gehören. Denn es ist auch nicht anders wie beim Alkoholiker, nicht jeder der Alkohol trinkt wird abhängig, es kommt viel mehr darauf an was es bei dir im Kopf aus löst. So ist es halt auch bei der Onlinesucht so und mit dem Internet kann man viele Defiziete aus bügeln noch besser als mit Alkohol. Ich will dir das Internet nicht madig machen, es hat auch viele Vorteile
nur sollte man sich auch Grenzen setzen nicht das der Schuss nach hinten los geht. Vor allem wenn schon eine psychische Erkrankung vorbelastet ist. Aber wichtig ist das Du , Du bleibst wenn dir der Sinn da nach ist mit Stofftieren zu kuscheln und zu weinen tu es! Was Du auch machst Du braucht dich nicht in eine Norm rein drängen oder dich darein zwingen lassen. Aber Du musst für dich was tuen, dass Du aus der Krise mit dir und der Umwelt raus kommst auch wenn es anstrengend ist.


Grüsse Andreas


Hallo, mein Name ist AndreasPalla komme aus Altena/ NRW. Ich bin trockener Alkoholiker, Suchtkrankenhelfer und Initiator der Selbsthilfegruppe für Online- und Medienabhängigkeit - S@M
Dienstag, 2.Aug 2016, 22:40

iamsearching Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 24
Mitglied seit: 29.04.2013
Hallo,

ich schreibe nach ziemlich langer Zeit noch mal, weil ich das Gefühl habe, dass mein Internetkonsum mich unglücklich macht und ich Schwierigkeiten habe, ihn zu senken.
. Ich finde es erstaunlich, dass es diese Website immer noch gibt bzw. rollenspielsucht.de.
Während das Medium von 2009-2012 noch viel Kritik ertragen musste (es ging weniger um das Suchtpotenzial als um die Gefahr, dadurch gewalttätig zu werden), werden heute so viele und so lange völlig unreflektiert Medien konsumiert und ich persönlich bin erschrocken, wenn ich im Zug sitze und alle glotzen sie auf das Smartphone.
Ein Gegengewicht wie diese beiden Webseiten ist heutzutage vielleicht noch wertvoller als damals, weil die Skeptiker wohl weniger geworden sind und das mediale Angebot heutzutage ist gigantisch.

ich bin mittlerweile 19 Jahre alt und mit 17 wegen einer körperlichen Erkrankung in eine neue Einrichtung gezogen. Diese Krankheit ist super in den Griff zu bekommen und seitdem habe ich es sehr lange gut hinbekommen.
In meiner alten Einrichtung hatte ich viel Stress mit meinen Mitbewohnern und meinen Betreuern. In der neuen Einrichtung habe ich versucht, vieles zu ändern im Verhalten und das auch geschafft. Es gab keine Konflikte in der Einrichtung. Konflikte sind ja nichts zwingend Schlechtes, aber hier gab es eben Keine. Ich hatte hier viel mehr Freiräume mit der Zeit bekommen und meinen Realschulabschluss gemacht. Ich habe sehr viel gezeichnet (mi 13-17 Jahren hatte ich das Hobby vernachlässigt) und eine schulische Ausbildung angefangen zum Gestaltungstechnischen Assistenten. Um Zeichnen geht es hier wenig aber zumindest braucht man hier viel Kreativität und es geht immer darum, eine Idee zu visualisieren. Ich wurde insgesamt selbstständiger und zufriedener. Ein Eigenbrötler blieb ich aber und davon profitiere ich nicht nur, es schadet auch.

Mit 18 Jahren bin ich in eine kleine Gruppe direkt neben der anderen gezogen. Hier gibt es wenig Betreuung. Man verabredet sich mit seinen Betreuern.

Ich habe einen Großteil meines Lebens entweder Betreuer oder Psychologen oder beides gehabt und mein Alltag kam mir immer wie so eine Probe vor.
Kaum habe ich die Möglichkeit, unbeaufsichtigt zu tun was ich möchte, mache ich mir damit das Leben schwehrer.

Denn ich habe bei mir in der Wohnung auch einen Computer und sitze sehr lange davor, um zB Dinge abzuzeichnen, Videos zu schauen, zu zocken, Comics etc zu lesen.
Obwohl in der Praxis bin ich mehr mit den Konsumentscheidungen als mit dem Konsum an sich beschäftigt.
Das liegt daran, dass ich als Jugendlicher immer den Wunsch hatte, meinen Interessen wie zum Beispiel Comics lesen, diverse Spiele nachzugehen, es aber nicht konnte weil wir mit unserem Internet in der Einrichtung wenig anfangen konnten etc.
und jetzt habe ich einen eigenen Computer und kann damit alle Medien konsumieren, an die ich damals nicht kam. Im Internet gibt es ALLES. Geld spielt inmeinem Fall keine Rolle.

Jetzt wo ich ALLES habe, fällt es mir aber schwehr mich von ihm zu lösen und trotzdem macht er mich nicht zufrieden. Es tut mir nicht gut, soviel Zeit vor ihm zu verbringen.
Ich möchte mich von meinem Computer aber nicht völlig trennen.
Deshalb versuche ich, mir ein Kontrastprogramm zu den Mdien zu suchen.
Leider waren die ersten Versuche nicht sehr schön. Ich war auf einer Freizeit mit Leuten aus der Einrichtung. Für mich war das nur eine Anstrengung, es war auch Schönes daran aber wenig.

2-3 Monate ging ich ins Fittnessstudio. Leider wieder abgebrochen, der Aufwand ist für mich sehr unangenehm und meine Geduld hat niht gereicht.

Mit meiner Betreuerin möchte ich nicht darüber reden, wenn ich ehrlich zu ihr wäre würde ich vielleicht meinen PC abgeben müssen.

Ich will aber wirklich wieder einen abwechslungsreicheren und gesünderen Alltag führen.
Das ist wohl im Moment sehr schwehr für mich.
In diesem Forum wird manchmal davon geschrieben, dass eine Therapie viel helfen kann Aber das schreckt mich ab. Ich weiss nicht, ob ich wirklich so weit gehen sollte, immerhin tue ich auch sehr aktive Sachen vor dem PC wie zeichnen, mich politisch bilden,Romane lesen etc...

Wenn mir jemand vielleicht Tipps geben kann, wie ich aus dieser tristen Abhängigkeit heraus kommen kann, würde mich das bestimmt sehr freuen und ich wäre sehr dankbar, weil mich das belastet.
Mittwoch, 3.Aug 2016, 00:37

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Jetzt wo ich ALLES habe, fällt es mir aber schwehr mich von ihm zu lösen und trotzdem macht er mich nicht zufrieden. Es tut mir nicht gut, soviel Zeit vor ihm zu verbringen.
Ich möchte mich von meinem Computer aber nicht völlig trennen.
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[color=blue]Jetzt ja oder nein, kein aber!Denn oft hilft nur der Sprung ins kalte Wasser!
Denn sonst trottest du immer weiter auf diesen seichten Weg und irgendwann bist du dann in einer Routine gefangen oder nein bist du schon?![/color]

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Deshalb versuche ich, mir ein Kontrastprogramm zu den Mdien zu suchen.
Leider waren die ersten Versuche nicht sehr schön. Ich war auf einer Freizeit mit Leuten aus der Einrichtung. Für mich war das nur eine Anstrengung, es war auch Schönes daran aber wenig.
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[color=blue] Ehm ja ist klar; wenn dir das nicht passt; frage deine/n Betreuer/in ob du dir selber was suchen darfst und/oder er/sie dir dabei helfen kann was passendes für dich zu suchen.
Freibad; nein am besten wie wäre es wenn du auch deine momentanen Mitbewohner überzeugst solange das Wetter noch schön ist auf ein Wochenende zusammen zu legen und raus irgendwo zum See fahren wo ihr baden könnt und am Ufer campen und grillen?
Freibad und Hallenbad empfehle ich dir nicht wegen Chlor.
[/color]
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2-3 Monate ging ich ins Fittnessstudio. Leider wieder abgebrochen, der Aufwand ist für mich sehr unangenehm und meine Geduld hat niht gereicht.
Mit meiner Betreuerin möchte ich nicht darüber reden, wenn ich ehrlich zu ihr wäre würde ich vielleicht meinen PC abgeben müssen.
Ich will aber wirklich wieder einen abwechslungsreicheren und gesünderen Alltag führen.
Das ist wohl im Moment sehr schwehr für mich.
In diesem Forum wird manchmal davon geschrieben, dass eine Therapie viel helfen kann Aber das schreckt mich ab. Ich weiss nicht, ob ich wirklich so weit gehen sollte, immerhin tue ich auch sehr aktive Sachen vor dem PC wie zeichnen, mich politisch bilden,Romane lesen etc...
---
[color=blue] Ich will; ich will; ich will nicht; ich will nicht; ich will...
Ja was denn nun?!
Ganz ehrlich so wie sich das für mich liest; du brauchst Hilfe; du musst bereit sein für Veränderungen und keine halben Sachen!
Außerdem mal ganz unter uns... sieh ich bin kein Experte und auch kein Therapeut oder sonst was in der Richtung; sondern einfach nur ein Mensch der gern genießt und erlebt.
Auch habe ich damals in meiner einjährigen "World of Warcraft" aktiven Zeit genug Menschen jeder Altersklasse; Geschlechts aus jeder sozialen Schicht erlebt wie dich...die einfach nicht los kamen und Angst hatten vor Veränderungen.
Sogar so viel Angst dass manche Jahr umd Jahr; Tag ein; Tag aus das selbe machten und so weiter...und eben nach einem Jahr zieht der Mensch immer so sein Resümee für das nächste Jahr oder?
Viele haben viel erlebt; waren reisen; haben neue Leute kennengelernt; hatten Streß oder was auch immer; Pfeif drauf... Hauptsache man hat als Mensch die Jahre nicht einfach so an sich verstreichen lassen.
Man muss als Mensch nichts grossartiges leisten; oder viele Leute treffen, immer auf Parties gehen; oder ziemlich extrovitiert sein; wichtig ist nur dass man sich selbst nicht aufgibt und in die Ecke stellt.
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Wenn mir jemand vielleicht Tipps geben kann, wie ich aus dieser tristen Abhängigkeit heraus kommen kann, würde mich das bestimmt sehr freuen und ich wäre sehr dankbar, weil mich das belastet.
[color=blue]---
- Keine Tipps sondern Tatsachen denen du dich stellen musst wenn du wirklich freier werden willst!
Rede mit deiner/m Betreuer/in; auch wenn er/sie dir vorschlägt den PC abzubauen Auch wenn es sehr schwer fällt; das ist ein Schritt da kommst du nicht darüber um die Ecke solltest du wirklich in Erwägung ziehen das was du dir vorgenommen hast!
- Wende dich an die Betreuer dort und/oder auch hier an merle und Co; die können dir gute Therapiemöglichkeiten in Kliniken zukommen lassen.
Ja ich weiß du willst nicht mit dem Arzt drüber reden und so aber seien wir mal ehrlich; alles ist eine Droge es kommt nur auf die Dosierung an und genau wie die Lieblingsserie Folge für Folge eine Droge sein kann oder Alkohol kann auch zuviel am PC eine Sucht auslösen; von daher so schauts aus und ich würde es begrüßen wenn du dies beherzigen würdest.
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“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
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Mittwoch, 3.Aug 2016, 12:39

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 768
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo,
höre ich da ein bisschen etwas heraus im Sinne von: "Wasch mich, aber mach mich nicht nass"? Du spürst zwar recht deutlich, dass du viel zu viel am PC bist, aber wirklich etwas verändern, möchtest du doch nicht. Du kannst diesen Schritt aber nicht gehen ohne dass es auch weh tut. Es gibt in diesem Falle keine Light-Version. Ich fände es wichtig, dass du mit deinen Betreuern sprichst. Unter Umständen könntet ihr ja vereinbaren, dass sie dir den Pc nur für festgelegte Zeiten überlassen, damit du weiter zeichnen kannst. Ihr könnt bestimmt eine Lösung finden, die für dich lebbar ist und dir trotzdem hilft, deinen Konsum erheblich zu reduzieren.
Ich fände es gut, wenn du versuchen könntest, die Alternativen, die du für dich gefunden hast, auch längerfristig durch zu halten. Kann es sein, dass du zu schnell aufgibst, sobald es anstrengend wird? Im Fitnessstudio dauert es halt seine Zeit, bis sich alles soweit körperlich eingependelt hat, dass es rundrum passt und irgendwann sogar zum Bedürfnis wird. Wenn du immer voreilig die Flinte ins Korn wirfst, wirst du diese Erfahrung nie machen können. Bei vielen Dingen muss man sich anstrengen, um am Ende zufrieden und stolz "am Gipfel" angekommen zu sein. Bringe dich nicht um diese wohltuende Erfahrung, weil du immer zu schnell aufgibst. Klar, am PC muss man sich nicht anstrengen und deshalb musst du dich an diesen Vorgang erst mal gewöhnen. Aber du hast ja auch ein Ziel oder? Das wirst du erreichen, wenn du bereit bist, dafür auch Einiges zu geben.
LG Merle
Mittwoch, 10.Aug 2016, 21:49

iamsearching Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 24
Mitglied seit: 29.04.2013
Ich glaube, dass ein Klinikaufenthalt überzogen wäre. Es ist auch nicht so, als würde nichts funktionieren; es gibt einige Dinge um die ich mich bedingungslos immer kümmere, weil sie mir wichtig sind zB mein Zimmer bzw unsere Wohnung ist sehr ordentlich und sauber.

Die Hürde ist für mich, dass ich sehr extrem auf Stress oder Frust reagiere. Für manche muss das schon absurd wirken bzw. das könnte ich auf jeden Fall verstehen.
Schon Kleinigkeiten wie zB. einen Tag (19h) im Bus zu sitzen können mich total in Rage bringen. Auf der Freizeit (zu der ich nicht gezwungen war, ich wollte einmaletwas ausprobieren und ich war letztes Jah schon auf einer Freizeit und die ist super gewesen; aber auch weniger anstrengend und wir hatten wlan) bin ich teilweise so heftig abgegangen wie zuletzt mit 17. Das kennen die aus meiner Einrichtung noch nicht mal von mir, nur aus der alten Einrichtung da bin ich ja noch jünger gewesen.
Ich habe auf der Rückfahrt, naja fast schon rumgeschrien, als mir einer der vor mir saß gesat hatte, das er nicht schlafen konnte wegen meines lauten Atmens und er hätte mir schon 3 mal gesagt ich solle es lassen,
Das habe ich aber nicht gehört. Das nahm er mir nicht übel, aber es it für mich so eine Anstrengung zig stunden ruhig zu sitzen und ich habe es nicht mal geschafft die da schlafen zu lassen.
Normalerweise würde man das so hinnehmen. Aber ich habe das nicht geschafft und bin richtig ausfallend geworden. Ich habe ihn beleidigt (er ist Trans und ich habe versucht ihn dafür runterzumachen) und eine Andere auf der Fahrt, die ich nicht ausstehen kann, habe ich Mannsweib genannt, weil sie so maskulin ist.
Mit einer Dritten habe ich die ganze Zeit diskutiert und über alles mögliche lamentiert. Aber das waren politische Dinge die man nicht ändern kann und die mich sonst auch nicht ganz so sehr berühren. Irgendwann war sie so genervt, dass sie sich Kopfhörer aufgesetzt hat.

Wenn ich also etwas unter Druck gerate, falle ich in so ein albernes Kindergartenverhalten zurück. Also vieles geht auch klar, aber die Jüngeren auf der Freizeit haben die 19 stunden ohne zu lamentieren rumbekommen.

So albern das auch ist, für mich kann das natürlich zum Problem werden und ich stand seit ich mit 17 in die neue Einrichtung gezogen bin, ständig unter Anspannung, dieses Verhalten nicht zu zeigen.
Bis auf diese furchtbar peinliche Aktionen auf der Freizeit ist mir das aber nicht einmal (was ich nich gedacht hätte und mich sehr freut) passiert. Nicht mal als Ausnahme, trotz eines normalen Alltags mit allem was dazu gehört ist es mir gelungen, mich einigermaßen altersgemäß zu verhalten.
Es ist bitter, dass mir das so schwehr fällt, aber geradedeshalb kann ich nicht anders als mich ständig darüber zu freuen, dass ich fast 3 Jahre ohne so etwas ausgekommen bin.

Natürlich ist aber auch der PC nicht das Paradies, sonst könnte ich ja einfach daran sitzen bleiben. Es wird alles irgendwie fade wenn man zu lange davor sitzt, zumindest ist das so bei mir.
Sie (Merle und Vedrfölnir) haben natürlich recht, es gibt hier keine Lightversion, aber für mich ist so eine Umgewöhnung so schwehr, dass ich im Moment keinen radikalen Cut machen möchte.

Das bringt aber auch nichts, das ist nur Vorsichhinschieberei.
Sonntag, 25.Sep 2016, 00:47

iamsearching Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 24
Mitglied seit: 29.04.2013
Ich habe mich jetzt entschieden, das Thema anzugehen.

Meine Betreuerin sieht das Ganze leider nicht so kritisch; sie ist auch nicht bereit, den PC ständig wegzuschließen. Ich brauche ihn häufig für die schulische Ausbildung.
Ironischerweise steht der mir aber im Wege für die Ausbildung, wenn ich ihn zu viel nutze.

Sie haben mir geschrieben, ich solle einfach durchhalten. Bin der gleichen Meinung. Manchmal hilft es mir, mich über mein eigenes Verhalten und meine Flucht vor allem Möglichen lustig zu machen. Dann kann ich mich besser davon distanzieren, als wenn ich mich selbst runtermache oder in Panik verfalle, weil ich so große Baustellen habe(oder sie mir groß vorkommen).
Es fällt mir vielleicht auch leichter, dann durchzuhalten, aber ich bin mir nicht sicher.

Ich habe eine konkrete Frage:
Was kann ich machen, wenn ich so frustriert bin, dass ich kurz davor bin, zB. laut in meinem Zimmer rumzuschreien oder zu fluchen (ich habe zwei Mitbewohnerinnen die erstaunlich tolerant sind dafür dass ich so ungewöhnlich bin (zumindest ich finde es erstaunlich).
Oder wenn ich in der Öffentlichkeit zum Beispiel im Bus kurz davor bin ausfallend zu werden?
Oder wenn ich kurz davor bin, meine Betreuerin anzupampen?
Ich möchte meinen Medienkonsum verringern, aber diese Dinge darf ich nicht tun! Ich bin sehr unsicher, ob ich mir das garantieren kann. Der PC dient mir dafür, meine eigenen Schwächen auszugleichen, das bezahle ich aber mit so einer gleichgültigen Stimmung und Fadheit. Es ist ein bisschen wie ein sedierendes Medikament.
Nur für das digitale Zeichnen und genussvolles Spielen/ Medienkonsum finde ich meinen Pc sehr sinnvoll, aber ich sitze ja viel länger vor dem Computer.

Ausgerechnet in der Schule sehe ich bislang keine Gefahr. Ich habe unglaublich nette Mitschüler und die Lehre sind auch in Ordnung. Ich habe eine Mitschülerin, die für mich früh morgens 2 stunden nach zetteln gesucht hat, damit ich meine Nachprüfung schaffe und sie hatte sich dann noch dafür entschuldigt, dass sie nicht alles gefunden hatte.
Ein paar Tage später gab sie mir die restlichen Zettel.
Die Stimmung ist häufig sehr lustig und ich habe ein großes Vertrauen in die Meisten, zumindest für eine Schulklasse. Ich habe dort keine Freundschaften, aber vielleicht lässt sich hier noch was ausbauen.
Zb. gehe ich evtl manchmal zu sehr auf Distanz und nicht umgekehrt und ich merke es nicht einmal.

Ich gerate sehr schnell an meine Grenzen, wenn ich versuche, unangenehme Arbeiten zu verrichten oder auf angenehmes zu verzichten, wobei der PC ist nicht mal immer angenehm, teilweise ist es scheisse davor zu sitzen nur ohne irgendwie noch beschissener.

Tips, wie ich meinen Frust aushalten kann, ohne mich in sehr unangenehme Situationen zu bringen würde ich sehr schätzen, denn ich habe den Eindruck, hier gibt es keine Lösung.
Ich glaube, dann würde ich es einfach riskieren.
Ich finde meine Bedenken aber nicht überzogen. Manches Verhalten könnte meine Mitmenschen verängstigen, dafür sorgen dass sie mich nicht mehr ernstnehmen oder in der Öffentlichkeit trifft man viele Menschen ja auch immer wieder- wenn so eine Situation die erste Begegnung von Denen mit mir ist, ist das auch sehr schlecht.
Ich habe als Grundschüler ein Mädchen verprügelt. Am nächsten Tag gab es so heftigen „rger, das werde ich nie vergessen. Ich wurde an dem Tag nach hause geschickt, obwohl das ganze ausserhalb der schule passiert ist. außerdem hatte meine sportlehrerin mich vor allen Mitschülern mit dem Thema konfrontiert.
Ich ging eine zeit lang in einen Chor, das Mädchen war auch dort! Dann wussten es natürlich alle.
Vielleicht ein schlechter Vergleich, ich werde niemanden schlagen oder verletzen wenn ich wütend bin.

Ich würde es sehr schätzen, wenn sie mich nicht verurteilen
Sonntag, 25.Sep 2016, 01:50

iamsearching Benutzer ist offline

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Eine Frage noch: Kann es sein, dass die meisten der Nutzer hier oder auch die Forenbetreiber Videospiele grundsätzlich als niederes Medium/ Entwicklungsfalle ansehen?
Unabhängig davon, ob sie offline oder online spielbar sind? Ich spiele nicht gerne online, ich habe auch in der Kindheit und Jugend nicht so viel gespielt wie viele andere, weil ich auch nicht gelassen wurde. war vielleicht sehr gut.
Ich spiele lieber für Immersion (Atmosphäre durch bestimmte Spielmechaniken, tolle Musik, Optik) und Identifikation mit irgendwelchen Figuren und mag es nicht, stundenlang irgendwelche Instanzen zu spielen, das hat ja schon was von jobben nur ohne dafür bezahlt zu werden.
Spiele sind für mich auch nicht soo wichtig, ich kann mir auch Dinge vorstellen, zeichnen, musik hören, etwas lesen, mit jemanden diskutieren und man tauscht irgendwelche Vorstellungen aus.

aber ich glaube, wenn ich aufhöre, den pc als ort zum sichgehenlassen zu benutzen, werde ich ihn sowieso nur noch wenig zu m Spielen benutzen. (wer weis, vielleicht nur 10 h. Aber das wird dann eh je nach Woche noch variieren. Das ist wahrscheinlich noch sehr viel, ich werde eher noch weniger lust haben vermute ich, häufig werden mir andere dinge wichtiger sein.)
Pc spielen kann man ja sehr passiv. Das mache ich dann aus Bequemlichkeit. Ist sehr dumm.
Man kann auch intensiv und bewusst spielen. Das mach mir mehr spaß, aber dann ist es wie mit dem lesen bei mir. Das braucht Konzentration und darin bin ich nicht gut und deshalb entsteht bei konzentrierter Beschäftigung auch nicht dieser drang zum dauerkonsum.
Aber da ist ja die Gefahr beim Pc spielen oder beim pc allgemein. wenn die Konzentration nicht mehr reicht, macht man etwas anderes.

Ich habe angst, dass ich mit meiner postitiven Haltung zum medium Videospiele generell falsch liege.
Ich möchte lieber Ihre Meinungen lesen, als unreflektiert zu konsumieren. Vielleicht habe ich einfach nicht recht und das medium ist gefährlich und ich werde es nicht normal benutzen können.

Sonntag, 25.Sep 2016, 13:30

Vedrfölnir Benutzer ist offline

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Wieso Druck haben?
SPiele sind wie Bücher; hat man sie durch passt es und man kann sich anderen Tätigkeiten widmen...
Des meiste was du aufgezählt hast sind Uralt Titel und die anderen kenn ich nur vom lesen.. gespielt hab ich sie nicht da ich einfach nur einen Uralt Laptop von fünf Jahren hier habe der bald ausgetauscht werden muss(kaputte Lüfter) und da ich die anderen Sachen alle verkauft habe.
Warum? Einfach nicht weil ich arbeiten gehen will oder anderweitig meine Zeit sinnvoll verbringen; nein ich habe mit meienr besseren Hälfte bald was geiles vor... ja wir suchen uns eine kleine Hütte so am Wald/ Stadtrand und versuchen mal für einen Monat oder so ganz Outtake zu leben also ohne Technik nur das nötigste.. es ist zwar schwer aber ich denke in so einer Welt wie diesen muss man sich erst auf sich selber besinnen und auf das ich bevor man anderen Menschen begegnen kann... ausserdem je weniger man hat desto zufriedener ist man!


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
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Sonntag, 25.Sep 2016, 16:13

iamsearching Benutzer ist offline

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vielleicht haben die ja druck, weil sie sich irgendwie überidentifizieren mit irgendwelchen marken. Das ist typisch für die heutige Zeit; man lagert das Ich nach außen und ist angewiesen auf medien oder irgendwelche marken.
Das geht noch weit über das Thema Spiele hinaus.

Das ist super dass du versuchst, autark zu leben. Tatsächlich braucht man nicht viel im Leben. Man hat mehr davon, wenn man ein paar Dinge intensiv und konzentriert macht; ganz viel zu haben bringt keine Lebensqualität vermute ich.
Das haben ja auch manhce Leute begriffen deshalb gibt es jetzt auch diesen ganzen Achtsamkeitstrend und Bio und Veganismus etc.

Aber wie ich oben geschrieben habe, habe ich ganz andere Baustellen beziehungsweise bin noch nicht so weit.
Wenn mir jemand tipps geben möchte, wie ich mit meinem frustproblem, wie ich es oben beschrieben habe, umgehen kann, wäre ich ihm sehr dankbar.
ich habe heute gar nicht gespielt; ich zeichne allerdings schon seit 2h am Pc für eine Bewerbung. Sowas ist durchaus gewünscht in manhcen kreativen Betrieben.
Ich werde den PC weniger benutzen, aber ich muss mir klare regeln setzen und darf nicht so ausflippen wie oben beschrieben. deshalb schreibe ich hier.
Sonntag, 25.Sep 2016, 20:17

Vedrfölnir Benutzer ist offline

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Nein; diesen Trend will ich nicht mitmachen etc.
Ich habe nur für uns beschlossen dass es so am besten ist... weil die meiste Nahrung die du mit deinem hart erarbeitetem immer weniger werdendem Geld kaufen kannst egal wo einfach nur der letzte Müll ist.. überall Geschmacksverstärker drin; überall gespritzt... oder wer braucht schon jeden Tag Fleisch oder in einer falschen Saison Gemüse oder Obst?
Niemand.
Ausserdem ich will mich auch deswegen so bewusst ernähren kein Veganismus weil ich gemerkt habe egal was man ist.... egal ob ich es in Retaurants esse oder selber koche... es is besser darauf zu achten was drin ist auch wenn es nur Zutaten sind... weil viel wird heutzutage geschummelt und es sind Stoffe drin die einen kaputt machen und ich schreibe hier nur von Nahrungsmitteln!
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Was den Rest betrifft... ich finde es einfach nur amüsant... da will man sich die Tage sich umsehen für einen neuen Laptop und wird auch noch falsch beraten(ich kenn mich eh aus; aber es ärgert mich dass immer versucht wird Kunden das zu verkaufen was sie eigentlich gar nicht nutzen..) und ich brauch kein 4k Dingsbums... für mich reicht nur ein einfaches Gerät für einfache Anwendungen...
Und so schauts bei mir auch mitm Handy aus... zwar ein Smartphone aber nicht um APps zu haben oder so... es is einfach ein einfaches... damit kannst du höchstens wenn es drauf wär Whatsappen aber ich nutze whatsapp nicht... telefonieren nur wenn Notfälle sind da ich mich bis heute gegen einen Festnetz Telefon Anschluss wehre.. ich brauch sowas nicht..
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Genauso war es wo selbst ich einen DVBT Anschluss kriegen sollte.. ja das war so ein "entweder kriegen alle Bewohner der Anlage DVBT Sat oder keiner".. aufgezwungen..
Ich muss leider auch wenn ich das Ding nicht nutze; nichtmal angeschlossen ist es dafür eine kleine Mieterhöhung in kauf nehmen....es ärgert mich dass man sowas mitmachen muss auch wenn man das nicht haben will/ braucht.

Weisst ich utze meine Sachen die ich hab gerne aber wenn ich so in die Menschen tagtäglich sehe die jeden Tag mit whatsapp/ facebook etc sein müssen und dann mich einen Trottel schimpfen weil ich mit sowas nichts anfangen kann... ja ich bleibe immer ein Gamer aber das was momentan generell abgeht kotzt mich so an dass ich mir denke..: " macht eure *** allein ohne mich"
Und das wende ich auch gezielt auf alle Bereiche an ja sogar auf Arbeit...ich will mich nicht für paar cent mehr kaputt machen lassen um mir am Ende des Monates irgendwas kaufen was ich nicht brauche..(oder notwenig zum überleben ist)


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
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Montag, 3.Okt 2016, 13:21

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 768
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo iamsearching,

da hast du ja ganz viele Fragen in deine letzten Beiträge gepackt. Was dir wohl am drängendsten auf dem Herzen liegt, ist die Frage, wo du mit aufkeimendem Frust hin sollst. Ich hätte da - zumindest für zu Hause - eine Idee: Kaufe dir einen Boxsack, den du dir oben an der Decke befestigst, und ein paar Boxhandschuhe dazu. Immer wenn in dir eine unstillbare Wut hoch kommt und das Verlangen, irgendwo rein zu schlagen, dann kannst du diesen Boxsack bearbeiten. Power dich richtig aus und leg deine ganze Kraft in die Schläge. Atme gut dabei und, wenn dies räumlich, was die übrigen Anwohner anbetrifft, möglich ist, gib auch Geräusche von dir. So kannst du alle Wut, allen Frust, alles Aufgestaute richtig gut raushauen und fühlst dich hinterher gereinigt.

Helfen kann auch, wenn du auf eine ganz bestimmte Person stinkwütend bist, heimlich für dich im stillen Kämmerlein alle schlimmen Worte, die du zusammenbekommst in deinem Gedächtnis, rauszulassen. Das kannst du auch ganz leise tun und dabei richtig genießen, dass du so schlimm und unanständig und gegen Sitte und Anstand vor dich hin schimpfen darfst. Bremse dich nicht und reihe ein Schimpfwort ans andere. Das tut unglaublich gut und hinterher ist die Wut verraucht, denn nun hast du es ihr ja gegeben, oder? Hinterher solltest du ganz fest lachen über das, was du gesagt hast. Das befreit und schon ist alles halb so schlimm.

Wenn in der Öffentlichkeit Wut in dir hochkocht, so stark, dass du Angst haben musst, etwas Schlimmes könnte aus dir heraus platzen, dann solltest du zuerst einmal tief und ruhig atmen. Dann solltest du einen Glaubenssatz parat haben, den du dir innerlich sagst, langsam und konzentriert. Welche Worte das sind, das musst du für dich selbst heraus finden. Nimm etwas ganz Positives, Helles, etwas, das leuchtet und gut tut. Entweder nimmst du dann diesen Satz für dich hervor, damit er die Wogen in dir glättet und dir gut tut, oder du nimmst den Satz für den anderen, damit du deinen Blickwinkel auf ihn verändern kannst. Probier es einfach mal aus.

Was die Videospiele anbetrifft, ist deine Frage nicht pauschal zu beantworten. Der Vorteil von Videospielen ist, dass sie enden, anders als Onlinerollenspiele, die unendlich sind. Doch nicht jeder verträgt dieses Medium. Diejenigen, die ohnehin von ihrem Medienkonsum her gefährdet sind, sollten vorsichtshalber die Finger davon lassen. Und sicherlich ist deine Beobachtung, dass du träge und passiv und hohl davon wirst, hochinteressant.... Hier muss jeder für sich selbst entscheiden, ob es ihm gut tut oder nicht.

Ich freue mich darüber, dass du so intensiv reflektierst und auf der Suche bist.

LG Merle
Freitag, 4.Nov 2016, 14:55

iamsearching Benutzer ist offline

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Mitglied seit: 29.04.2013
Ich habe kein Geld fuer einen bocksack. in meiner alten Einrichtung half er mir nicht. man haut da gegen, wenn man gerade so frustriert ist, und merkt, das nicht mal so ein lächerliches stück leder sich viel bewegt, wenn man draufhaut. Meine Hand tut dann nicht superweh, aber zumindest ist sie dann sehr beansprucht.
Wenn ich wütend bin, bin ich ich wütend. mir hilft hier kein vorsatz. ein gedanke gibt mir wenig kraft. wobei in meiner alten Einrichtung war es anders, der gedanke, nicht für alle Ewigkeit dort meine zeit verbringen zu müssen und zb wenigstens in der nacht allein sein zu können gab mir kraft.

Problem ist, dass mich lapalien bzw Kleinigkeiten sehr wütend machen (häufig) und dank Weggehen, mich der Situation entziehen, mich belohnen etc. komme ich damit mittlerweile gut zurecht.
Aber das macht mich auch unfrei, weil ich keiner Herausforderung standhalte.
Wenn ich jetzt zum Fitnessstudio gehen würde, ich würde wütend werden. das wäre ziemlich peinlich keiner würde mich mehr ernst nehmen können.

wie kann ich meinen frust noch kontrollieren? ich habe es aber nach zig jahren in haft äh ich meine stationärer Einrichtung nicht geschafft das zu lernen (auch wenn ich in meiner neuen Einrichtung gute wege gefunden habe, wenigstens in keine megakonflikte zu geraten)



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