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Samstag, 2.Nov 2013, 16:25

doub Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 27.10.2013
Vielen Dank für die Aufmunterung, ihr beiden!

Die Suche ist allerdings nicht einfach, besonders für jemanden, der sich leicht entmutigen lässt. Ich habe aber schon einiges versucht.
Der einzige Kontakt, den ich bekommen habe führt bisher ins Nirvana. Die Person ist inzwischen verzogen und bisher nicht in der Lage mir einen anderen, erreichbaren Ansprechpartner zu vermitteln. Es scheint mehr Selbsthilfegruppen für Angehörige zu geben und über die werde ich es demnächst noch mal versuchen.
Ich bin ebenfalls gerade mit meiner ambulanten Therapie durch, die zwar vor allem alkohol-orientiert, aber gut war. Bin jetzt über ein Jahr trocken, da hat der Wille geholfen. Vor dem Spielen war ich lange erstaunlich sicher, da hat u.a. ein Hass auf die Hersteller geholfen, der sich plötzlich entwickelt hatte, aber ein heftiger D2-Rückfall im Sommer hat gezeigt, dass ich nun nicht mehr safe bin.
Habe auch jetzt Suchtdruck und mit freudigem Bedauern festgestellt, dass ich nicht nur die D2-CDs, sondern auch alle anderen zerstört und gelöscht habe, bzw. Anfang des Jahres in der Spieler-WG zurückgelassen habe.
Ich habe mich bei den Alkoholikern durchaus "zuhause" gefühlt, finde mich selbst beim Betrachten dieser Seite nochmal anders und besser getroffen wieder und merke, dass ich noch was tun muss und kann.
Auch schön, ein Vorbild bzw. Mitstreiter zu haben, weiter so vash.

LG, doub
Dienstag, 5.Nov 2013, 17:05

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 788
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo doub,

mir gefällt es, wie klar du deine Situation und den Stand der Dinge reflektierst. Und ich finde es eher "hilfreich", dass du auch mit dem Alkohol deine Suchterfahrungen gemacht hast, weil sich bei dieser Thematik die Abhängigkeit viel klarer erkennen und definieren lässt. So hast du die Möglichkeit, deine beiden Süchte zu vergleichen und deine Rückschlüsse daraus zu ziehen. Für mich sind die Entzugserscheinungen, die Verhaltensmuster und Rückfallgefahren identisch. Das, was du beim Verzicht aufs Trinken und den damit verbundenen Schwierigkeiten (oder auch positiven Begleiterscheinungen!!) beobachtest, kannst du 1 zu 1 auf deine PC-Abhängigkeit übertragen. So kannst du aus dem Einen für das Andere lernen. Insofern hilft dir der Besuch der AA`s auch für deine Probleme mit der Mediensucht. Dennoch wünsche ich dir, dass du bald eine Gruppe für dich findest. Es ist eine gute Idee, über die Angehörigen zu gehen. In der Tat gibt es hierfür mehr Gruppen, denn in allen Fällen sind es ja die Angehörigen, die bemerken, dass etwas aus dem Ruder läuft, lange bevor der Betroffene selbst eine Krankheitseinsicht entwickelt. Insofern kannst du sicherlich über diesen Weg die ersten Kontakte knüpfen und mal schauen, was sich daraus entwickelt.

Ich drück dir die Daumen.

LG Merle



Mittwoch, 13.Nov 2013, 17:57

vash Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 23
Mitglied seit: 17.09.2013
Leichtes Motivationstief
Hallo zusammen,

da melde ich mich mal wieder. Jetzt sind es schon 55 Tage ohne zocken. Wie es mir damit geht. Schwierig zu sagen. Bisher habe ich kaum ein Bedürfnis danach gehabt.
Ich spüre förmlich wie das Leben mehr Spaß macht und wie Energiegeladen ich denn bin.
Doch langsam erlischt diese Energie. Nächste Woche habe ich Prüfung und ich habe mich diesmal echt gut vorbereitet. In den Ferien vorgearbeitet, ich war bei jder Lehrveranstaltung und habe ausgeschlafen gut aufgepasst und alles mitgeschriben, eine Zusammenfassung geschrieben und versuche jetzt jeden Tag zu wiederholen und für die Klausur zu lernen. Trotzdem vernachlässige ich nicht meine Freizeit und treffe mich 1 bis 2 mal in der Woche mit meinen Freunden, gehe zum Singen und versuche auch Gedanklich positiv zu Denken. Zielstrebig dem Erfolg entgegen, damit ich endlich Arzt werden kann und anderen Menschen helfe kann.
Mein neues Motto. FEEDKISS. Feed: Ich wünsche mir Feedback, das gebe ich mir selber oder hole es mir falls ich wen kenne der mir nützliches Feedback geben kann. Kiss: Ich versuche mir slebst die Liebe zu geben, die ich lange nicht bekommen habe bzw. mir selbst nicht gegeben habe.
Außerdem steht FEEDKISS für:
Feedback
Disziplin
Kontinuität
System
Und soll meine Lernziele im Studium wiederspiegeln.
Alles im allem klappt das ganz gut, doch leider schleife ich langsam ein. Wenn ich Abends gegen 23-24 Uhr fertig mit dem lernen bin, hänge ich noch 1-2h am Laptop um auf andere gedanken zu kommen und auch mal abzuschalten. Ergo am nächsten Tag stehe ich müde um 7:00 auf und schleppe mich zu den Vorlesungen etc.. So geht das jetzt seit ein paar Tagen und ich habe die befürchtung wieder in alte Muster zu rutschen. Heute hatte ich den ganzen Tag frei, außere eine kleine Vorlesung und trotzdem konnte ich mich kaum auf den Lernstoff konzetrieren. Das nimmt mich ein wenig mit, ich versuche mir sleber immer wieder pos. Gedanken zuzusprechen, aber leider rutsche ich immmer mehr in eine schlechte Stimmung und Haltung. Außerdem plagen mich seit Wochen Rückenschmerzen von der schlechten Haltung beim Lernen und Mitschreiben, aber Momentan bin ich zu ausgebucht mit Freizeit (Die mir wirklich gut tut) und Lernen, als das ich großartig irgendeiner Spirtart nachgehen kann.
Mittwoch, 13.Nov 2013, 17:58

vash Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 23
Mitglied seit: 17.09.2013
p.s. das wichtigste an meiner Nachricht. Vielleicht auch ein kleiner Hilferuf, ich denke wieder häufiger daran: "Jetzt zocken, dass wäre schön"
Donnerstag, 14.Nov 2013, 16:17

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 788
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo vash,

gut, dass du geschrieben hast. Vielleicht brauchst du einfach ein bißchen "Benzin".

Ich mache mir keine Sorgen um das, was da momentan bei dir abläuft, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass jeder Entzug in Wellen vor sich geht. Du musst in den ersten Monaten einfach damit rechnen, dass es mal wieder bergab geht mit der Motivation und dass dein Suchtgedächtnis sich vehement zu Wort meldet und dich verlockend an alte Zeiten erinnert. Das darf dich nicht erschrecken. Wichtig ist, dass du dem nicht nachgibst!!! In keinem Fall.

Als ich vor 12 Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe, war es ähnlich. Zuerst war ich nach den ersten harten Tagen völlig begeistert, wie schnell es aufwärts geht. Ich fühlte mich zunehmend besser, war stolz auf mein Durchhaltevermögen und meine Kraft. Nach sechs Wochen traf es mich von hinten links: das Verlangen nach einer Zigarette - nach nur einer einzigen - war plötzlich wieder riesengroß. Fast wäre ich der Meinung gewesen, dass diese eine ja gar nicht schaden kann, weil ich es ja geschafft habe, weil es mir so gut geht und ich bestimmt nie wieder richtig anfangen werde. Doch Gott sei Dank hielt mich eine innere Stimme davon ab, den größten Blödsinn zu begehen und tatsächlich eine zu rauchen. Das wäre der Anfang vom Ende gewesen. So verging diese Krise so schnell wie sie gekommen war. Nach drei Monaten flammte nochmal etwas „hnliches in mir auf, aber mittlerweile war ich so weit gekommen, dass ich klar NEIN dazu sagen konnte. Ich wollte den Erfolg von 12 nikotinfreien Wochen nicht mehr aufs Spiel setzen. So habe ich aus den 12 Wochen 12 Jahre gemacht

Bei dir scheint es ähnlich zu sein. Dir ist es so gut gegangen in den vergangenen Wochen, und du hast richtig spüren können, wie gut dir dein neuer Weg tut. Deshalb erschreckt es dich, dass die alten Muster offenbar immer noch so stark sind und dass es schwierig ist, nicht wieder in ihre Spur zu geraten. Das Herumchillen am Laptop ist wahrscheinlich eher kontraproduktiv. Klar zockst du nicht, aber du hängst trotzdem irgendwie die Zeit vor dem PC ab, was dich keinen Abstand dazu gewinnen lässt. Wer, um seine Chipssucht zu besiegen, statt dessen nur Salzstangen futtert, wird das Bedürfnis, etwas in sich hinein zu stopfen, nie ablegen können. Dein Laptop ist ein Ersatz, statt dass du es schaffst, zur Entspannung etwas komplett anderes zu tun.

Du bist so weit gekommen und du hast ein klares Ziel: du willst Arzt werden, um anderen Menschen helfen zu können. Dieser klare Wunsch von dir sollte dir genügend Motivation geben, die alten Muster ganz und gar über Bord zu werfen.

Du schaffst das und du wirst schon heute abend damit anfangen, nach dem Lernen NICHT an den Laptop zu gehen, sondern ins Bett, damit du morgen ausgeruht und kraftvoll an dein Studium gehen kannst.

Ich grüße dich herzlich. Merle
Montag, 18.Nov 2013, 14:43

doub Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 27.10.2013
Hallo vash,

viel Erfolg bei den Prüfungen! Es ist immer gut ein Ziel zu haben, aber auch wichtig nach dem Erreichen nicht abzusacken, die Lücken sowohl vor, als auch vor der Prüfung mit Dingen zu stopfen, die positive Energie erzeugen. Und ich denke da hast Du viel bessere Möglichkeiten, als vor dem Laptop zu hängen. Wenn Du ihn nicht wirklich gerade brauchst, dann pack ihn einfach weg und verschwende keinen Gedanken daran. Mir hilft zur Zeit ganz gut ein Block auf dem ich alle Dinge notiere, die ich entweder erledigen muss, oder gerne tue, oder neue Dinge, die ich ausprobieren möchte usw.. Jede Pflicht, die ich dann durchstreichen kann, jede Seite in einem guten Buch bringt mehr, als die Zeit vor dem Rechner, nach der ich dann vielleicht ein schlechtes Gewissen habe.
Ich trainiere mir gerade an, dass, wenn ich die doofe Kiste benutzt habe, ich das Ausschalten mit dem Gefühl der Freiheit und der Freude auf das was danach kommt verbinde. Wenn ich danach auf meinen Block schaue, bleibt nur noch selten ein Gefühl der Leere zurück.

Noch einmal viel Erfolg, doub.
Montag, 18.Nov 2013, 19:36

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
Es ist immer schön sowas lesen zu dürfen.
Ich denke durch diese vermediesierung der einzelnen Lebensbereiche der Menschen geht jegliches Gefühl für das "ich selber" veloren.
Man versucht immer ein Teil von etwas zu sein was dann nicht da ist und dann irgendwann ist man nicht mal Teil jenes was wirklich um einen herum ist.
Ich selber bin gerade in der vierten Woche kein TV; kein Zocken, kein Radio nichtmal CDs hören.... nur noch lesen;... stinknormale Bücher; nachdenken und Texte schreiben... und ich glaube wenn dieser Monat um ist werde ich alles; ja sogar meinen HD Schirm auf gutem Wege entsorgen; denn weggeschmissen wird nichts... die Konsolen verkaufen und das Geld gut anlegen..
Denn Zocken ja hat früher Spass gemacht aber mittlerweile geht es nur ums Geld hier; Geld da... nein davon ein Teil will ich nicht sein.
Und wieso Gefühl der Leere?
Ich erlebe immer wieder wie reale Freunde wenn sie sich mit mir treffen mit ihrem Smartphone beschäftigt sind ect.. nein das muss nicht sein.
Deswegen habe ich für mich eine Entscheidung gefällt; momentan alles aus meinem Umfeld zu verbannen... mal sehen wie es sic auswikt...


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
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Donnerstag, 21.Nov 2013, 02:15

vash Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 23
Mitglied seit: 17.09.2013
Hallo zusammen, Danke für die Worte. Jetzt bin ich 64 Tage clean, wenn ich mich nicht verzählt habe. Also ich hab€s geschafft. Die erste Klausur ohne zu Zocken und ich habe letztendlich doch noch viel dafür tun können ohne zu viel Zeit zu verschwenden. Es war gar nicht so einfach herauszufinden was mich letztendlich blockiert hatte.
Es ging um meine Beziehung. Nach einem langen Telefongespräch (wegen Fernbeziehung) mit meiner Freundin konnten wir beide sehr viel Klarheit schaffen und unser Band zueinander ist noch mehr gewachsen. Zack war der Knoten geplatzt. Das We konnte ich noch sehr effektiv für die Klausur lernen.
Leider muss ich meine Strategie noch verfeinern. Ich habe zwar schon in den Ferien mich vorbereitet, aber leider dabei zu wenig Zeit eingeräumt für das sture auswendig lernen.
Da unsere Klausuren kompliziert aufgebaut sind und aus 6-10 Fächern pro Klausur bestehen, kann man nur einzelne €Kleckerpunkte€, wie ich Sie gerne nenne, pro Semester für die jeweiligen Fächer sammeln und hat erst nach einigen Semestern das Fach bestanden. Sehr kompliziert und macht das Lernen nicht einfacher. Leider bin ich bei eins der Zehn Fächer durchgefallen und muss die Ferien zum Lernen aufwenden, was sehr ärgerlich ist, da mir so Zeit in den Ferien für die Pflichtfamulatur (Medizinerpraktikum, 4 Monate á 1 Mo. pro Praktikum) verloren geht und ich langsam anfangen muss mich für die Abschlussprüfung vorzubereiten. Denn dort werden sämtliche Disziplinen der Medizin geprüft. Nicht nur die Fachdisziplin in der man später Arbeiten möchte, sondern ALLES. Von der Allgemeinmedizin hin zur Gynäkologie bis zur Pathologie. Etwa 23 Disziplinen und pro Fach (Zwischen 300-600 Buchseiten) Normalerweise hatte man bisher, am Ende des Studiums 1 Jahr Vorbereitungszeit. Das praktische Jahr. (Nach einem normalen Arbeitstag von 8-9h konnte man dann noch ein wenig lernen.) Leider wurde durch ein neugeregeltes Gesetzt diese Zeit getsrichen, sodass man es irgendwie noch in seinen normalen Studentenalltag unterbringen muss. (Die Prüfungen finden jetzt vor dem Praktischen Jahr statt).
Donnerstag, 21.Nov 2013, 02:16

vash Benutzer ist offline

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Themenstarter
Anzahl Beiträge: 23
Mitglied seit: 17.09.2013
Pro Fach muss man mit 300-600 Seiten lesen rechnen und das am besten mehrmals durchlesen und verstehen. Dann noch alle Vorlesungen besuchen (Pro Vorlesung zwischen 40-80 Vorlesungsfolien und ca. 20-30 Vorlesungen), da dort kleine Klausurrelevante - Fakten erwähnt werden, die zwar für das Arztleben irrelevant sind, aber in der Klausur den Unterschied zwischen bestehen und nicht bestehen bedeuten können. Dann kommen noch die Seminare und Praktika hinzu die Anwesenheitspflicht erfordern und eine Menge Flexibilität stehlen. Alles in allem heißt das Morgens zwischen 7:30 und 8 hin zu den Vorlesungen bis um 12, dann Mittagspause bis 13 Uhr und danach Praktika, Vorlesung oder Seminar bis um 16 oder 18 Uhr, eher späteres. Dann endlich hat man Zeit sich hinsetzen und zu Lernen bis 22 Uhr. So sieht der tägliche Ablauf aus.
Dann nach Hause, noch ein wenig Stoff wiederholen, Essen und endlich Entpannen (außere kurz vor Klausuren!). Leider kommt der Freizeit-Teil ziemlich zu kurz. Aber ich hab mich nun mal für das Studium entschieden.
Mittlerweile mache ich schon Abstriche, da ich gelernt habe, dass der Durchschnittsstudent, zu dem ich mich zähle, dass niemals durchhält. Deswegen lerne ich zähneknirschend einiges auf Lücke, damit ich einmal in der Woche zum Singen gehen kann und einmal in der Woche mich mit Freunden treffen kann. Die meisten Sportangebote sind zu den Zeiten, wo ich meine Pflichtveranstaltungen habe.
Um dieses Lernpensum zu schaffen, reicht Fleiß alleine leider nicht aus. Eine Menge Organisationstalent, Systematik und Optimierungsgeschick ist zwingend notwendig, um wenigstens halbwegs das Studium zu meistern. Außerdem findet mittlerweile sehr viel Organisation, aber auch Lehre über den Computer statt. Zudem ist der Computer für die Organisation und Lernoptimierung unverzichtbar geworden.
Wenn ich jetzt Abends entspannen möchte, dann habe ich leider noch keine andere Möglichkeit gefunden, als den Laptop zu benutzen. So ab 23 Uhr bis 24 Uhr habe ich mein Zeitfenster um noch irgendwas Entspannendes zu machen. Ich gucke mir noch eine Serie an, halte Kontakt mit meiner Freundin und schaue mir ein wenig Nachrichten an.
Ich habe vieles ausprobiert aber komme auf keinen grünen Zweig. Ich lese unheimlich gerne, aber am Ende des Lerntages kann ich kaum noch auf ein Buch gucken. Außerdem, wenn ich doch mal lese, kann ich schlecht aufhören, weil es so spannend ist und es findet eine Suchtverlagerung statt. Einen Fernseher habe ich seit dem 4ten Sem. abgeschafft, da es das Suchtverlagerungsmedium Nr.1 ist. Außerdem, vermisse ich den ehrlich gesagt gar nicht mehr. Wenn ich Klavier oder Keyboard spiele brauche ich viel Konzentration, gehe oft zu verbissen ran und wenn ich doch mal spiele, verliere ich zu viel Zeit, ähnlich wie beim Lesen, weil ich meinen Perfektionismus auslebe. Figuren malen ist teuer und kostet auch mindestens 3h Zeit.
Warum schreibe ich das alles? Damit ihr einen besseren Einblick von meinem Alltag bekommt und mir vielleicht Tipps geben könnt was ich statt den Laptop nutzen könnte um zu entspannen. Dabei ist mir aber wichtig das, das kleine Zeitfenster berücksichtigt wird, denn da kann ich leider nicht viel ändern und das sich diese Tipps in meiner momentanen Lebenssituation auch umsetzen lassen.
Donnerstag, 21.Nov 2013, 15:42

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
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Mitglied seit: 12.06.2009
zwei Beschäftigungen für dich
Hallo vash,

das ist ja schon beeindruckend, was du da alles leisten musst. Alle Achtung! Aber andere haben es auch geschafft, da wäre es ja gelacht, wenn du es nicht meisterst.

Ich hätte zwei kleine Tipps für dich, wie du dein minimales Zeitfenster sinnvoll und entspannend nutzen könntest: geh spazieren, vash, das fegt den Kopf frei. Du kannst beim ruhigen Gehen deinen Gedanken freien Lauf lassen, kannst dein strapaziertes Hirn leerpusten und dich ganz auf die mechanischen Schritte konzentrieren. Du tust damit etwas Gutes für deinen Körper, deine Seele und deinen Geist. Außerdem wirst du hinterher wunderbar schlafen können und am nächsten Morgen ausgeruht und zufrieden den neuen Tag angehen.

Sollte das Wetter mal obermiserabel sein, dann könntest du puzzeln. Dies ist eine fast meditative Tätigkeit, die den nervösen Händen etwas zu tun gibt, den Kopf aber frei laufen lässt. Am Besten wäre es, dies zu tun, ohne nebenher z.B. Musik laufen zu lassen. Genieße die Stille, tanke die Ruhe und schalte ab. Versuchs doch mal und berichte uns, wie es dir dabei ergeht.

LG Merle
Donnerstag, 21.Nov 2013, 15:45

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 788
Mitglied seit: 12.06.2009
@ Vedrfölnir
dein Name gibt mir ja schon Rätsel auf. Ist das etwas Germanisches?
Ich finde dein "Experiment" mehr als spannend. Bitte berichte uns, wie es sich für dich weiter entwickelt hat, ok?
Merle
Dienstag, 26.Nov 2013, 05:44

Vedrfölnir Benutzer ist offline

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Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
So; da kehrt der Habicht mal wiederum die Kreise ziehend ins Nest.
Wie soll ich es schon beschreiben; befremdlich besonders langsam zur Voradventszeit wo jeder doch so geschäftigt machen und tun und was weiss ich noch der Geier.
Vor allem Abends macht sich das bemerkbar oder unter der Woche wo man nicht einfach so nach Abend rausgehen kann um in Kneipen ect zu gehen wobei unsere Lokale eher schlecht als Recht sind und unsere Diskos eher für die F nein ich schreib das nicht.. weil darauf will ich gar nicht hinaus.
ALles in einem es ist befremdlich als würde man in einer anderen Zeit leben... das tollste was mir passierte; eine Freundin rief mich am Handy an... ja das brauch ich leider weil ich nicht mal Festnetz Telefon habe.. eh Internet schon nur statt Fest eben a Wertkartenhandy aber darum geht es gar nicht; warum ich mich nicht auf FB und so melde habe ich ihr von meinem Entschluss erzählt... wie immer erntete ich Spott und Hohn.
Aber warum ich das mache ist ihr nie eingefallen..
Egal ob ich früher am zocken war oder nicht kam sie wgen irgendein Problem zu mir ect habe ich alles stehen und liegen gelassen und mich ihr gewidmet oder ihr zugehört/ geholfen.... aber sie...... selbst wenn wir ins Kino gehen; oder ins Restaurant oder ins Cafe frühstücken hat sie ihr Smartphone mit und tippselt die ganze Zeit drauf rum angeblich wegen Arbeit und paar FB Bekannte... ich mein hallo?
Man muss doch nicht immer erreichbar sein.
Besondes einmal im Cafe diese eine Schlüsselszene.. ich griff mir nach ner halben Stunde vor neun ne Zeitung; frühstückkte gegenüber vor ihr und das wars...weil siedie ganze Zeit am tippen war.. und so vergehen momntan unsere Treffen immer und sie wundert sich warum die Zeit vorüber ist so schnell.
Aber das beste war ja... wir fingen an laut zu streiten als es mir reichte mit diesem dummen Smarthphone getue und ich sie daraufhin bisschen schroff hinwies...da kam nur ein " und du hast da nichts zu melden".....ja bitte nach zehn Jahren so ein Satz...na muss nicht sein
Ja ich zock gern und ich wollte eigentlich dieses kleine Expirement ntzen um ihr zu zeigen dass sie sich in die falsche Richtung entwickelt hat; nicht ich...
Klar besitze ich daheim ein paar technische High End Geräte aber ich sträube mich erfolgreich dagegen ein Smartphone mir zuzulegen oder gar ein i Pad...ich mein Technik ist schön und gut und toll wenn man zusammen unterhalten wird aber diese ganzen Social technik dings bums... damit kann man mich jagen....
Und dann krieg ich von ihr zu hören ich oll sozialer werden und auf die Menschen zugehen.. ja sicher auf solche auch die mich so nichtmal mit ihrem Hinterteil anschauen würden real? Na...echt ned..
Und was an Facebook ud Konsorten so toll sein soll versteh i immer noch ned...; vor allem es nervt zb .. man macht in eiem Game irgendein Erfolg und es wird öffentlich auf Facebook gepostete ect.. eh hallo? Ich will das nicht geht eh keinen ws an und ich muss dieses dringende Mitteilungsbedürfnis nicht haben.
Hat mir schon damals mi mein vz und dem ganzen unsinn nicht gefallen wieso soll es jetzt?
Manchmal kommich mir dann vor wie zu Schulzeiten man soll möglichst viele Leute kennenlernen aber wenn man da nicht reinpasst hat man sich daheim einzuschliessen und allein und einsam zu verenden.. ja schöne neue; oberflächliche Welt...
Nein; ich bin mit den mir gegebenen Möglichkeiten zufrieden ich brauch nix neueres; nix besseres und auch wenn ich die gute Dame nicht vor Weihnachten endlich damit erreich auch egal... wengstens hab ich ein paar ruhige Wochen gehabt.


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
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Montag, 6.Jan 2014, 21:14

vash Benutzer ist offline

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Mitglied seit: 17.09.2013
Rückmeldung im Semester 2014
So da bin ich wieder,

wie Merle schon prophezeit hat bin ich jetzt 110 Tage spielfrei . Das motiviert mich mit am meisten und dabei ist es nur ne lächerliche Strichliste ohne großen Klimbim. Wie auch immer. Also was hat sich bisher getan. Ich habe es geschaft meine herangehenweise im Studium zu optimieren und viel systematischer zu lernen, leider hat dafür der Laptop einen großen Stellenwert, aber bis auf die letzten Tagen kam ich damit gut zurecht.
So was heißt bis auf die letzten Tage. Über die Weihnachtszeit war ich bei meiner Familie (5Tage) und danach bis Sylvester noch bei meiner Freundin (7 Tage), was als Ausgleich zum Stuidum echt mal gut getan hat. Wobei es in der Beziehung immer mehr krieselt und als wir uns endlich mal richtig ausgesprochen hatten musste ich auch schon wieder zur Unistadt zurück (300km Entfernung). Schade jetzt bleibt gar keine Gelegenheit an der Beziehung zu arbeiten. So waren die letzten 7 Tage nicht wirklich erholsam.
Letzten Do. kam ich dann zurück. Hier musste ich noch bei einem Umzug helfen und die restlich Zeit für meine Klausur in 8 Tagen lernen. Wie auch immer, ich dürstete ein wenig nach Erholung und saß mal wieder zu lange vor dem Laptop. Blöder Weise habe ich von meiner Freundin noch eine Erkältung mitgenommen, sodass ich mal wieder an die Wohnung gefesselt war :(. Naja ich habe auch anderes Sachen gemacht, neben der Hausarbeit habe ich ein Klavierstück eingeübt und in den Übungspausen meine Kreativität ausgelebt und daraufhin ein kleines Stück komponiert. Zudem habe ich mich mit Freunden zu einem netten Brettspielabend getroffen und außerdem eine Menge Inserate für englische Brieffreundschaften geschrieben, um emien Englischkenntnisse aufzbessern. Trotzdem habe ich zu viel Zeit am Laptop verbracht und bin meistens erst um 4 oder 6 Morgens schlafen gegangen. Das rächt sich jetzt diese Woche, wo die Uni wieder anfängt. Ich bin Hundemüde und aus dem Rythmus (Gestern habe ich mich kurz vor 12 hingelegt, konnte aber erst um 3 einschlafen), aber mit ein wenig Übung komme ich hoffentlich wieder rein. Wie auch immer diese Übermüdung hat dazu geführt, dass ich kurz davor war, wieder etwas zu spielen. Dank dem Programm Leech wurde ich aber sofort auf diese Seite verlinkt und nutze diese Zeit jetzt sinnvoller.
Auch ist das Problem, dass ich den Bruder meiner Freundin beim GTA V spielen gesehen habe, dass mich total fasziniert hat. Dieser Abenteuerspielplatz, wo man so schön kreatives ausprobieren kann und wahnsinnige Landschaften genießen kann, statt immer diese grauen Lernwände in der Uni. Leider weiss ich ja, ich muss Abstinent bleiben und blicke dem etwas wehmütig entgegen. Ach und eh ich es vergesse, meine Selbsthilfegruppe hat sich endgültig in Luft aufgelöst :(. Übrigens ich habe heute in der Stadt sogar mal nach nem Puzzel (Irgenwer schlug das hier mal vor) geschaut konnte nur leider nichts ansprechendes finden.
Freitag, 10.Jan 2014, 14:35

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 788
Mitglied seit: 12.06.2009
toll!
Hallo vash,

danke für deinen ausführlichen Bericht. 110 Tage spielfrei !!!! Welch eine Bilanz. Etwas zum ziemlich stolz sein auf dich, auch wenn es steinig war, wieman deiner Erzählung anhört. Unterm Strich zählt, dass du nicht schwach geworden bist, und das zählt um so mehr, je größer die Versuchungen waren. Du hast es umschifft, rückfällig zu werden, trotz der Verlockungen oder auch deiner akuten Übermüdung. Das finde ich toll.

Du solltest, so denke ich, möglichst vermeiden, deinen Schlafrhythmus zu sehr durcheinander zu wirbeln. Diese Tagesabläufe erinnern zu sehr an die Zeiten des Nächte-Durch-Zockens und kitzeln dein Suchtgedächtnis, das noch lange lange auf Bereitschaft stehen wird, in der Hoffnung, irgendwann doch wieder abgerufen zu werden. Das würde ich an deiner Stelle nicht riskieren. Versuche, dir möglichst relativ feste Schlafensgehzeiten anzugewöhnen, um diesbezüglich in einen gesunden Rhythmus zu kommen, der deinem gesamten Wohlbefinden dient und natürlich auch dem konzentrierten Studium.

Das mit dem Puzzeln hatte ich dir vorgeschlagen, in meinem letzten Post an dich. Besorge dir doch ruhig eines, auch wenn es jetzt nicht so ganz deinen Ansprüchen genügt. Wichtig wäre, hier mal auf den Geschmack zu kommen und die Ruhe zu genießen, die dich dabei erfassen wird. Vielleicht findest du auf diese Weise einen guten Ausgleich zu deinem hektischen und stressbehafteten Uni-Leben.

Ich freue mich, wenn du uns hier weiter berichtest und sehe schon jetzt die Zahl 220 Tage vor mir, die du uns mitteilen wirst, darauf möchte ich wetten.

LG Merle
Sonntag, 12.Jan 2014, 03:34

vash Benutzer ist offline

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Mitglied seit: 17.09.2013
Am Boden zerstört, aber wie Phönix aus der Asche neu erheben .... hoffe ich :(
Danke Merle, leider habe ich deinen Beitrag zu spät gelesen. Der Counter liegt wieder bei 0 :(. Kurz nachdem ich hier gepostet habe, bin ich doch schwach geworden. Seit Anfang der Woche, bis heute gerade Ebend. (Schlafrythmus im Arsch, die letzten 3 Vorlesungen nicht wahrgenommen und das was mich am meisten im gesamten Studium gefreut hatte, eine Magenspiegelung an der Modelpuppe selber durchführen, habe ich total übermüdet gemacht und konnte mich kaum konzentrieren oder das ganze genießen :( )
Wieder alles gelöscht Gott sei Dank. Was bleibt ist nur die Trauer und zwar was ich alles verloren habe. 110 Tage einfach so weg, fühlt sich fast so an als wäre 110 Tage ganz viel Geld und ich habe alles auf einmal verzockt. Ne eigentlich noch schlimmer als Geld. Das schlimme ist, ein Semester lang aufopferungsvoll gelernt und wie immer auf viel verzichtet. Und was bleibt? Hoffen, dass ich Heute nach dem Aufstehen (Es bleiben mir noch 9h dann) so viel wie möglich noch lerne, damit ich wenigstens noch bestehen kann. Sonst ist das Studium bald alles für die Katz :(. Ich könnte echt kotzen. Wenigstens ziehe ich jetzt die Notbremse. OH , und ich habe Angst, dass ich wegen dem beschissen Schlafrythmus am Montag verschlafe.



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