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UNFUCK YOUR WORLD Ratgeber Weg von Pornos, rein ins porno Leben

 Autor: Pascal Gabriel  Herausgeber: lebe.jetzt  Erscheinungsjahr: 2018  ISBN: 978-3964770493  Seiten: 287  Sprache: Deutsch  Zum Buch
 Beschreibung:

Wie Du endlich und für immer mit Pornos und Masturbation aufhörst und Sex, Selbstvertrauen und ein neues & geiles Leben genießt!

Pornos machen so lange Spaß, bis sie zum Problem werden. Denn Pornos sind heute mit Sex- und Internetsucht in die Kataloge der Suchtstoffe neben Kokain und Heroin aufgenommen. Bis jedoch Betroffene ihr Hobby als Sucht wahrnehmen, sind sie im Teufelskreis der körpereigenen Drogen längst gefangen. Pornos sind jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Entstehende soziale Ängste und Depressionen der wahre Gegner. So wird der Kalte Entzug zum Mittel und das porno Leben zur eigentlichen Agenda: Weg von Pornos, rein ins porno Leben! Mehr Willenskraft, Resilienz und Drive, Spaß am Sex und Spaß am Leben sind nicht selten das Ergebnis eines Reboots. Der Deal scheint keine Nachteile zu haben. Trotzdem ist der Entzug von Pornos extrem schwer. Für viele fast unmöglich. Er fühlt sich an wie bei einem Heroinentzug, nur, dass die Spritze an den eigenen Körper gewachsen ist. Selbst wenn Betroffene von künstlicher Stimulation fern bleiben, müssen sie ihr Leben langfristig ändern, um dauerhaft von Pornos weg zu kommen. Der Reboot ist der Anfang. Neue Wege und Gewohnheiten das, was das Leben porno macht. Von beiden Seiten handelt dieses Buch.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Pascal Gabriel ist Unternehmer, Life Coach und Gestalttherapeut in München. Nach über 15 Jahren Sucht hat er auf seinen eigenen Weg, durch Seminare, Weiterbildungen und diverse Ausbildungen die Pornos besiegt. Sein Wissen über die Sucht teilt er in Workshops, Selbsterfahrungsgruppen, sowie in seinem Buch »Unf*ck Your World«.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

NA DU KLEINER WICHSER? Meine Hypnose: Online Pornos, Fantasien, Perversionen, Kopfkino. Vier Stunden. Eine unheimlich lange Zeit, die sich für mich wie 30 Minuten anfühlt. In dem Moment, an dem mir mein erstarrt offener Mund in meinem gefrorenen Gesicht auffällt, komme ich wieder zu mir. Weißt du eigentlich, wie dein Gesicht beim Wichsen aussieht? Das ist eine ernst gemeinte Frage. Wenn du dich in einem Spiegel beim Masturbieren betrachten müsstest, könntest du dich so tief auf deine Fantasien einlassen? Wahrscheinlich nicht, denke ich mir, während ich mir Masturbation als einen Zustand vorstelle, in dem ich mich komplett in meinem Kopfkino verliere. Je öfter und intensiver ich mich in den vergangenen Jahren in immer surealeren Welten der Perversionen verloren habe, umso deutlicher wurde mir das Problem, dass das zwar gewohnt war, jedoch nicht normal sein konnte. Mir kam der Gedanke süchtig nach Pornos zu sein. Pornosucht? Was für eine verrückte Bezeichnung! Es würde heißen, dass Pornos ein Stoff sind, ohne den ich nicht leben kann. Das wäre doch gelacht, dachte ich mir und lieferte mir nur wenige Tage später den Beweis: ich halte es keine drei Tage aus, ohne mir exzessiv auf Filme im Internet einen herunter zu holen. Mittlerweile sind Jahre vergangen und dieses Ritual gehört zum festen Bestandteil meines Alltags. Ob es Gewohnheit oder Sucht ist, weiß ich nicht. Was ich weiß, ist, dass der Morgen nach dem abendlichen Exzess ein depressives Tief ist. Wie bei einer Sauferei, bei der man sich im Moment unsterblich fühlt und am nächsten Tag gefühlt sein Leben zerstört hat. Meine Abende folgen einem Drehbuch, das sich in den vergangenen Jahren in eine Art komfortables Wellnessprogramm geformt hat. Auf dem Heimweg Sexszenen ausdenken, während dem Abendessen vor wilden Gedanken kaum richtig kauen können und danach Sessel, Laptop und Tempos auf eine Art arrangieren, die mir stundenlanges Abtauchen in einen anderen Geisteszustand ermöglichen. Danach völlig abgekämpft auf Musik tanzen und auf ein Rockstar-Leben fantasieren, viel zu spät und mit wilden Zukunftsplänen nicht einschlafen können. Den Tag darauf verschlafen, mich mies und verlassen fühlen, eine Leere im Bauch spüren. Wieder ein mal feststellen, dass meine Zukunftsfantasien doch nur eine Art zu wichsen waren und mein fader Alltag auf mich wartet. Dieses Gefühl des sich-selbst-belogen-haben trage ich durch den Tag, bis mein Gehirn meine schlechte Laune erkennt und mir wie ein treuer Dealer hilft: mit neuen Fantasien in mein Kopf. Der Kreislauf beginnt von vorne. Willkommen in meiner Welt. Ich bin pornosüchtig.

Pascal Gabriel

Pascal Gabriel, Jahrgang 1986, ist Unternehmer und Coach in Modellen von NLP und Gestalttherapie. Er teilt sein Wissen über das kreative, selbstbestimmte Leben in Workshops, Reisen und Gruppen weltweit. Mehr Informationen unter: www.pascalgabriel.de

 

Quelle: www.amazon.de

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