Computerspielsucht ist eine, seit 2022 im ICD-11, anerkannte Verhaltenssucht. Mediensucht ist der umgangssprachliche Sammelbegriff für die Abhängigkeit nach unterschiedlichen medialen Endgeräte. Dementsprechend ist nicht die Technologie beziehungsweise die Medien, wie z. B. das Smartphone, der PC, die Spiele Konsole, das Laptop oder auch der Fernseher selbst problematisch, sondern das Nutzungsverhalten des Betroffenen. 

Computerspiel- und Internetabhängigkeit zählen zu den stoffungebundenen Süchten. Von Mediensucht wird gesprochen, wenn Betroffene die Kontrolle über die Mediennutzung verlieren oder das Gaming vor anderen Aktivitäten priorisieren, sowie das Gaming trotz negativer Konsequenzen, die durch das Spielen entstanden sind, fortsetzen. 

Eine übermäßige Nutzung digitaler Medien kann zu Erkrankungen und Beschwerden führen. Kurzsichtigkeit, Haltungsschäden, Schlaf- und Angststörungen oder auch eine Depression kann die Folge sein. Aber nicht nur chronische Beschwerden können aus der Mediensucht resultieren, meist geht die Sucht mit sozialem Rückzug und mangelndem Selbstbewusstsein außerhalb der virtuellen Welt, einher. 

Die Mediensucht ist geschlechts- und altersunspezifisch, erste Anzeichen von problematischem Mediennutzungsverhalten sind aber vermehrt bei 14. bis 16. Jährigen festzustellen.