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        Erhöhung der Dosis - typisches Suchtverhalten

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Sonntag, 20.Jun 2010, 11:03

inter2naut Benutzer ist offline

Mitglieder Benutzer
Anzahl Beiträge: 44
Mitglied seit: 08.07.2009
Schöne neue Welt - Spieler werden durch Erhöhung der Dosis bei Laune gehalten
Die Süddeutsche Zeitung schreibt in ihrem Artikel "Ballern füllt die Kassen" vom 20.06.2010, dass mit "harten Spielen das meiste Geld verdient" wird. Scheinbar muss für die Befriedigung des "Spielehungers" ständig die Brutalität der gezeigten Bilder erhöht werden, damit das richtige "Feeling" beim Spielen entsteht. So heisst es im Artikel, dass das Ziel in einigen Spielen darauf hinausläuft "die Körper der Gegner wie ein Metzger zu portionieren.."
In Aldous Huxleys Buch "Schöne neue Welt" werden die Menschen nach ihrer Geburt so auf das Leben vorbereitet, dass ihnen durch gezielte Verminderung ihrer Fähigkeiten "das kritische Denken und Hinterfragen ihrer Weltordnung genommen wird" http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ne_neue_Welt. Dass den Spieleherstellern eher am Gewinn, den sie durch den Verkauf ihrer Spiele erzielen, gelegen ist, scheint offensichtlich. Es scheint aber auch offensichtlich, dass sie dadurch erreichen, dass die Spieler "ihren geliebten Spielfiguren immer ähnlicher werden. Jedes Menschenleben ist schön und schützenswert - Computerspiele dürfen keinen zu großen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben.
Mittwoch, 11.Aug 2010, 20:50

Korni Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 1
Mitglied seit: 09.08.2010
Schöne neue Welt - Spieler werden durch Erhöhung der Dosis bei Laune gehalten
Es stimmt das die Firmen Spiele produzieren die immer und immer brutaler werden.
Weil sie wissen das damit Profit zu erzielen ist.

Aber solche Spiele besitzen doch auch Altersfreigaben, ich finde dieses System sollte mal überholt werden.
Neuste Spiele schützen sich ja mit online Registrationen vor Raubkopien.
Warum fügt man dann nicht eine online Altersverifizierung ein um Kinder/Jugendliche davor zu schützen?

Die Firmen können nichts dafür das Kinder/Jugendlichen Spiele ab 21 spielen und dann so werden wie in den Spielen.
Diejenigen die Kindern/Jugendlichen den Zugang zu solchen Medien erst verschaffen sind meines erachtens daran Schuld.

Zitat
Original geschrieben von: inter2naut Computerspiele dürfen keinen zu großen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben.

Hat es bereits leider schon. :(
Freitag, 5.Nov 2010, 11:56
Bessere Grafik, an der Stange halten
Hallo.

Leider stimmt es, dass Spielehersteller immer mehr auf Feinheiten in ihren Spielen achten, um Kinder und Jugendliche zu begeistern.
Hierfür sind finanzielle Gründe vorreitend, was man grundlegend einem Konzern nicht vorhalten kann - Es sei denn die Interessen der Firmen stehen in keinem vernünftige, moralischen bzw. ethischen Verhältnis zum gesunden Wachstum eines Kindes. Da denke ich ganz klar, dass Spielehersteller in diesem wichtigem Punkt einfach weggucken. Die Entwicklung der Kinder interessiert die Hersteller wenig. So etwas muss sich ändern!

In WoW z.B. wird es bis zur Erweiterung Cataclysm die alte und herkömmliche Grafikengine im Spiel geben. Ab dieser Erweiterung gibt es eine verbesserte Engine um Animationen und grafisch aufwendige Rechenprozesse zu optimieren. Hierfür ist vor allem die Abwanderung einiger WoW-Spieler nach anderen Onlinegames verantwortlich. WoW ist nach Ultima Online einer der Pioniere im MMORPG-Genre und somit natürlich grafisch mittlerweile nicht mehr so einladend wie es neuere Rollenspiele sind. Die neueren Spiele sind hier programmiertechnisch in Punkto Grafik optimiert und daher einladender. Daher hat Blizzard, um ihre Kunden an der Stange zu halten, viele Animationen (auch bereits vor der Erweiterung) bunter gestaltet. Beim Zaubern blitzt und funkelt alles und man sieht kaum etwas anderes. Auch Blut wird so "besser" dargestellt. Blizzard möchte ja keine Kundschaft an die Konkurrenz verlieren...

Der sogenannte High-End-Content (Wenn man Maximallevel hat, geht man zuletzt in den End-Dungeons um dort besondere Rüstungen/Waffen zu bekommen) in WoW ist von ewig vielen Dungeonbesuchen und Ruf-Farmerei geprägt. Immer natürlich im Einklang mit vielen anderen Spielern als Raid, so ist der Gruppenzwang vorhanden. Hier gibts für die Spieler sehr ansprechende Belohnungen. Sobald Blizzard merkt, dass die meisten Spieler den End-Content des Spieles durchgespielt haben, integrieren sie einfach einen neuen Dungeon der die Spieler wieder fesselt ans Spiel. Und selbstverständlich weiß Blizzard sehr genau, welche Spieler welches Gear-Level hat, oder glaubt man etwa dass sie keine Statistiken haben?
Spieler werden so an der Stange gehalten und ihr Geld gemolken...

In den Foren von Blizzard sieht man sogar Gamemaster Umfragen starten, wie und was am Spiel verbessert werden kann. Auch eine perfide Art der Marktforschung finde ich. Sollte doch ein Forentroll seinen Weg ins Blizzard-Forum schaffen um z.B. Umfragen bzgl. Onlinerollenspielsucht starten so wird dieser Troll hinausbefördert. Blizzard duldet in ihren Foren keinerlei spielkritische „ußerungen. Kritiken werden im Keim erstickt, damit Spieler Warnungen vor Spielsucht erst gar nicht bekommen können. Natürlich kann ein solcher Gamer auch auf andere Seiten im Netz gehen, aber meist geistern sie auf Seiten herum die vom und fürs Spielinhalt informationen geben. Sie recherchieren nach Quests, Items und PvP-Skills. Auf die Idee dass sie ggf. süchtig sind, kommen sie gar nicht erst.

Eine gesetzlich Regelung für Onlinespielzeiten wäre meiner Meinung nach zumindest ein Anfang für Kinder- und Jugendschutz.
In China gibt es solche Gesetze bereits so weit ich informiert bin, weil dort Suchtproblematiken überhand gewannen.
Dass Spielehersteller Geld verdienen wollen ist im Sinne der freien Marktwirtschaft durchaus nachvollziehbar, aber nicht auf den Rücken der Kinder.
Kinder werden schlechter in der Schule und konzentrieren sich schlechter.
Alleine dieses Bildungsdefizit wird dem Staathaushalt in einigen Jahren Milliarden kosten. Wobei man es bereits heute leicht verhindern kann.

lg
Kay


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